Zum Schutz kritischer Infrastruktur ordnete Orbán den Einsatz von Soldaten an.
Budapest. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán wirft der Ukraine vor, eine Störung des Energiesystems seines Landes zu planen. Zum Schutz kritischer Infrastruktur ordnete er am Mittwoch den Einsatz von Soldaten an. Mit seinem Vorgehen eskaliert Orbán einen Streit mit der Ukraine über einen Ausfall der Druschba-Ölpipeline, über die Ungarn und die Slowakei russisches Rohöl erhalten.
"Ich sehe, dass die Ukraine weitere Aktionen vorbereitet, um den Betrieb des ungarischen Energiesystems zu stören", erklärt er auf Facebook. Orbán, der im April wiedergewählt werden will und im Wahlkampf häufig auf die Ukraine als Feindbild setzt, betonte, der Ausfall der Pipeline habe "politische, nicht technische Gründe". Ungarn und die Slowakei machen die Regierung in Kiew für den Lieferstopp verantwortlich. Nach deren Angaben wurde der Ausfall aber durch einen russischen Drohnenangriff auf Anlagen in der Westukraine verursacht.