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Zöllner streiken

Polen und Ukraine suchen Lösung für Grenzblockade

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Der Streik dürfe die Beziehungen zwischen den beiden Ländern nicht beeinträchtigen.

Polen und die Ukraine wollen sich gemeinsam um ein baldiges Ende der Verkehrsblockade an der gemeinsamen Grenze bemühen. Der polnische Außenminister Radek Sikorski sagte am Dienstag nach einem Krisentreffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymir Ogryzko (Ogrysko), der Streik der polnischen Zöllner dürfe die Beziehungen zwischen den beiden Ländern nicht beeinträchtigen. Er bekräftigte Warschaus Unterstützung für die ukrainischen Bemühungen um den Beitritt zur NATO und zur EU.

40 km Stau vor der Grenze
Die seit Oktober andauernde Protestaktion wurde vor einigen Tagen verstärkt. Immer mehr Beamte nehmen Urlaub oder melden sich krank. Sie verlangen eine Verdopplung ihrer Gehälter um monatlich 1500 Zloty (rund 400 Euro) und wollen früher in Pension gehen. Die Regierung bot eine Erhöhung von 500 Zloty an. Nach Angaben der ukrainischen Grenzbehörden bildeten am Dienstag mehr als 2.000 Lastwagen auf beiden Seiten einen 40 Kilometer langen Stau.

Vier-tägige Wartezeit auf Einreise
Vor dem Grenzübergang Dorohusk stauten sich schon am Montag rund 1500 Lastwagen. Die Fernfahrer müssten dort mehr als vier Tage auf die Einreise in die Ukraine warten. Chaotische Zustände herrschten auch an anderen Grenzübergängen in die Ukraine sowie nach Weißrussland. Aus Protest gegen finanzielle Schäden blockierten Lastwagenfahrer die Zufahrtsstraßen in Dorohusk und Koroszczyn.

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