Kiew

Kiew überstand den 1. Ansturm

Schlacht um Kiew: Schon Tausende Opfer

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Einen weiteren Tag hielt ­Kiew dem Angriff stand, ein Ende ist nicht Sicht. 

Kiew/Moskau. In der Nacht von Freitag auf Samstag verwüsteten russische Raketenangriffe und zahlreiche Detonationen Kiew. Die Ukrainer hielten allerdings tapfer dagegen. Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartete mit dem Ansturm auf Kiew, dass sich das „Schicksal der Ukraine“ nun entscheiden würde.
Widerstand. Trotz der blutigen Gefechte am Stadtrand konnten die Ukrainer die Schlacht vorerst für sich entscheiden: Der ukrainische Sicherheitsrat bekräftigte am Samstagmorgen, dass Kiew unter der Kontrolle der Armee sei. Zuvor war noch ein Hochhaus in der Hauptstadt schwer von einem russischen Geschoss getroffen worden, mehrere Etagen wurden komplett zerstört. Außenminister Dmytro Kuleba twitterte: „Kiew hat eine weitere Nacht unter Beschuss von russischen Bodentruppen und Raketen überlebt.“

198 Zivilisten getötet – darunter 3 Kinder

Opfer. Die grausamen Attacken hinterlassen ihre Spuren: Wie die ukrainische Regierung berichtet, sollen russische Kräfte bereits 198 ukrainische Zivilisten getötet haben – darunter auch drei Kinder. Weitere 1.115 wurden verletzt.

Gemeinsam mit den Verlusten der ukrainischen Armee dürften wohl bereits Tausende in der Schlacht um Kiew ums Leben gekommen sein.
Kämpfe. Eine Beruhigung der Lage ist nicht in Sicht. Die russische Armee hält an ihrem Expansionskurs fest. Putin will einen verwertbaren „Erfolg“ – egal wie lange das dauern mag. Denn seine Verluste sind größer als erwartet, die bisherigen Ziele wurden verfehlt. Dennoch könnte es bei weiterer Eskalation auch schnell gehen – erst ein Drittel seiner verfügbaren Streitkräfte sind derzeit im Einsatz.
Ukrainer sind bereit für den Zukunfts-Kampf
Bereitschaft. Der Westen und die Ukraine rüsten sich ebenfalls für weitere Kämpfe. Frankreichs Präsident Macron sicherte neue Waffenlieferungen zu. Die ukrainische Bevölkerung, allen voran in Kiew, kämpft weiter tapfer um ihr Land. Es geht um alles: Nicht nur um Kiew, sondern ihre Zukunft. 

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