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Hitzige Debatte

Schlägerei in Boliviens Parlament

Im Vergleich zu Boliviens Parlament geht es in Österreichs Hohem Haus direkt gesittet zu. Eine Sitzung in La Paz artete aus.

Es begann wie jede normale Parlamentssitzung im bolivianischen Parlament in La Paz. Eigentlich sollte über vier Richter für diverse Korruptionsverfahren abgestimmt werden, aber die Situation eskalierte. Durch ein Plakat (sinngemäß: "Wenn das keine Diktatur ist, was dann?!") fühlten sich einige Abgeordnete so provoziert, dass sie die Fäuste sprechen ließen.

Streit um Hauptstadt
Nach zunehmenden Protesten im Streit um eine mögliche Verlegung der Hauptstadt hat die Verfassunggebende Versammlung in Bolivien ihre Arbeit ausgesetzt. Die Beratungen seien bis auf weiteres gestoppt, erklärte Versammlungspräsidentin Sylvia Lazarte am Mittwochabend. Zuvor war es zu teilweise gewaltsamen Protesten gekommen. Demonstranten warfen vor dem Tagungsort der Versammlung in La Paz mit Steinen, die Polizei setzte Tränengas ein.

Die Demonstranten forderten eine Rückverlegung des Regierungssitzes nach Sucre. Die Stadt im Süden Boliviens war von der Staatsgründung 1825 bis 1898 Hauptstadt des Landes. Der Oberste Gerichtshof hat dort noch immer seinen Sitz, Regierung und Exekutive sind nach La Paz gezogen. In der Andenstadt leben 1,7 Millionen Menschen, in Sucre 250.000.

Die Verfassunggebende Versammlung soll nach dem Willen von Präsident Evo Morales bis Ende dieses Jahres eine neue Verfassung ausarbeiten. Darin sollen die Rechte der indigenen Völker gestärkt werden. Frühestens im Dezember soll über die neue Verfassung in einer Volksabstimmung entschieden werden

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