Istanbul-Attentate

Türkei jagt Mann in schwarzem T-Shirt

Nach den Terroranschlägen in Istanbul: Die Polizei fahndet nach einem Mann in schwarzem T-Shirt. Er wurde von einer Handy-Kamera gefilmt.

Nach dem verheerenden Terroranschlag in Istanbul fahndet die türkische Polizei nach einem Mann im schwarzen T-Shirt. Der Verdächtige sei wenige Sekunden vor der verheerenden Explosion der zweiten Bombe die Straße hinuntergerannt, berichtete am Dienstag die Zeitung "Yenisafak". Die Szene sei mit einem Mobiltelefon aufgenommen worden. In mehreren Häusern in der Millionenmetropole hätten Razzien stattgefunden.

Am Sonntagabend waren bei zwei Bombenexplosionen im Stadtteil Güngören 17 Menschen getötet und mehr als 150 teils schwer verletzt worden. Bisher hat sich niemand zu dem Anschlag bekannt. Die Regierung beschuldigt die kurdische Untergrundorganisation PKK, die den Vorwurf aber zurückweist.

Türkische Medien zitierten am Dienstag Istanbuls Gouverneur Muammer Güler, die Attacken wiesen auf die "Separatistenorganisation" hin. Premierminister Recep Tayyip Erdogan sagte demnach, der Anschlag könne ein Vergeltungsschlag für die fortgesetzten Angriffe auf PKK-Stellungen im Südosten der Türkei und im Norden des Irak sein. Die PKK wies die Vorwürfe jedoch zurück und verdächtigte stattdessen die nationalistische Untergrundorganisation Ergenekon. Sie soll Angriffe und Mordanschläge auf prominente Türken organisiert haben, um die Regierung Erdogans zu schwächen.

Der türkische Innenminister Besir Atalay wollte am Dienstag oder Mittwoch das Parlament detailliert über den Stand der Ermittlungen unterrichten. Es wurde bereits bekannt, dass der Sprengstoff der zweiten Bombe aus TNT bestand.

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