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Rumänien

Verärgerter Putin besuchte NATO-Gipfel

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Letzter NATO-Gipfeltag in Bukarest: Russlands Präsident Putin ist zu Besuch. Die Ost-Erweiterung des Bündnisses ist ihm ein Dorn im Auge.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich grundsätzlich bereiterklärt, dem KSE-Vertrag zur Begrenzung konventioneller Rüstung in Europa wieder beizutreten. "Wir sind bereit, in den Vertrag zurückzukehren, erwarten aber ein Entgegenkommen", sagte Putin am Freitag bei einem Treffen mit den 26 Staats- und Regierungschefs der NATO in Bukarest, wie ein russischer Delegationsvertreter mitteilte.

Kritik an Osterweiterung
Gleichzeitig griff Putin die Staats- und Regierungschefs der NATO-Mitgliedstaaten für ihre Absicht an, die Allianz Richtung Osten auszudehnen. Die Interessen Russlands würden dabei nicht berücksichtigt. "Die NATO kann ihre Sicherheit nicht auf Kosten der Sicherheit anderer Länder garantieren", führte Putin nach Angaben eines Delegationsmitglieds aus. Moskau sei von einigen NATO-Ländern regelrecht dämonisiert worden. Russlands Beitrag zum Ende des Kalten Krieges habe der Westen hingegen ignoriert, sagte Putin.

Laut einer anderen Quelle in der russischen Delegation, auf die sich Reuters beruft, sagte Putin bei dem Russland-NATO-Rat aber auch, dass er Möglichkeiten verbesserter Zusammenarbeit sehe. "Er zählte mehrere Bereiche auf, wo Russland und die NATO zusammenarbeiten könnten", so das Moskauer Delegationsmitglied.

"Kalter Krieg ist vorbei"
US-Präsident George W. Bush bemühte sich offenbar, die Wogen zu glätten. "Der Kalte Krieg ist vorbei", betonte er nach Angaben des spanischen Außenministers Miguel Angel Moratinos bei dem Treffen. Bush forderte Putin auf, die Streitigkeiten zwischen den beiden Staaten hinter sich zu lassen und lud den russischen Staatschef zum Dialog ein. Die USA hatten die Aufnahme Georgiens und der Ukraine in das Verteidigungsbündnis besonders propagiert.

Der scheidende russische Präsident nahm zum letzten Mal als Staatschef an einem Gipfeltreffen der nordatlantischen Verteidigungsallianz teil. Eines der Streitthemen in Bukarest, die geplante US-Raketenabwehr in Osteuropa, ist auch Thema eines bilateralen Treffens zwischen Putin und US-Präsident Bush am Wochenende in der russischen Schwarzmeerstadt Sotschi.

Gipfel beendet
Der größte NATO-Gipfel in der Geschichte des Bündnisses ist zu Ende gegangen. Bei dem dreitägigen Treffen in der rumänischen Hauptstadt hatte das Bündnis Kroatien und Albanien eingeladen, 2009 Mitglieder zu werden. Mazedonien, die Ukraine und Georgien müssen hingegen noch warten. Gut 12.000 Polizisten waren für die Sicherheit der 60 Staats-und Regierungschefs aufgeboten.

US-Präsident Bush steigt aus der Air Force One an. Er kam direkt aus Kiew, wo er sich im Vorfeld des Gipfels für einen NATO-Beitritt der Ukraine stark machte.

Mit seiner Haltung erntete er Kritik aus Moskau - und geht somit auf Konfrontation zu dem russischen Präsidenten Putin.

Die Hauptstadt Rumäniens wurde für den Gipfel hermetisch abgeriegelt. Drei Tage tagt das Atlantische Bündnis - neben den Mitgliedsländern sind auch Wladimir Putin und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eingeladen.

Direkt nach seiner Ankunft traf George W. Bush den rumänischen Amtskollegen Traian Basescu.

Erörtert wurde die Weltpolitik - mit erhobenem Zeigefinger.

In Neptun am Schwarzen Meer gaben der "mächtigste Mann der Welt" und der Gastgeber eine Pressekonferenz.

Der Gipfel dauert bis zum 04. April.

Erste Proteste fanden in der Hauptstadt statt.

Tausende Tonnen Kristall, Marmor und Holz wurden aus ganz Rumänien nach Bukarest gekarrt, um den Komplex zu errichten. Das Material schmückt langgestreckte Korridore und pompöse Hallen ebenso wie Geheimtunnel und einen Atombunker.

Die Staats- und Regierungschefs tagen in einem denkwürdigen Gebäude: Es handelt sich um den ehemaligen Palast von Rumäniens Ex-Diktator Nicolae Ceausescu.

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