Geschmacklos
Wirbel um 'Flüchtlingskostüm' für Kinder
Diese Kinderfaschingskostüme, die auf Amazon von diversen Händlern angeboten werden, sorgen derzeit für eine Welle der Entrüstung im Netz. Als "2. Weltkriegs Kostüme" betitelte Outfits wurden Faschingssets für Kinder ab 4 Jahren angeboten. Die Produkte sind auch in Österreich und Deutschland erhältlich. Der Online-Shop bietet Kostüme an, die der Kleidung landverschickter Kinder in Großbritannien im Zweiten Weltkrieg ähneln.
Es soll dem damaligen Erscheinungsbild von Evakuierten und Flüchtlingen ähneln. Ein Mantelkleid mit Knöpfen und einem Namensschild auf Filz soll für ein Mädchen sein. Der Junge wurde in einen grünen Anzug mit knielangen Hosen gesteckt, ebenfalls mit Namensschild.
Kostüme schon seit Jahren im Angebot
Schon vor zwei Jahren sorgten dieselben Kostüme, die damals der britische Party-Onlinehändler „Partydelights“ anbot, für einen Aufschrei. Anscheinend ist das Bewusstsein darüber immer noch nicht gewachsen und die Verkleidungen werden weiterhin angeboten.
Entrüstung im Netz
Genau wie 2015 ist die Entrüstung im Netz auch heute noch groß. „Geschmacklos“ oder „Unglaublich“ schreiben viele darunter. Auch ZDF-Morgenmagazin-Moderatorin Dunya Hayali verurteilte die Kostüme auf Twitter. „alte Diskussion. Immer noch nix passiert. Was muss denen fehlen, die das erkaufen??? Für ein Theaterstück – ok. Aber als Faschingskostüm – unterirdisch!“, schreibt sie.
Dieser Twitter Post kann aufgrund Ihrer aktuellen Datenschutzeinstellungen nicht angezeigt werden, da für dessen Einbettung ein Drittanbieter hinzugezogen wird, der technisch für den Betrieb der Website nicht zwingend notwendige Cookies setzt. Wenn Sie den Inhalt sehen möchten, bitten wir Sie um Einwilligung zu diesem konkreten Cookie von „Twitter“. Ihre Einwilligung ist einmalig für den Aufruf dieses Inhalts und wird nicht gespeichert.
Je nach Anbieter kann mit der Erteilung Ihrer Einwilligung auch ein Datentransfer in Drittstaaten verbunden sein, für die keine geeigneten Garantien vorliegen. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung .
Modehändler sorgen für Eklats
Dieser Vorfall erinnert an die Online-Skandale der Textilketten Mango, Zara und Urban Outfitters: Vor drei Jahren hat der Modehändler Zara mit einem Kinder-Shirt für Entrüstung gesorgt, im September 2014 provozierte Urban Outfitters mit einem blutigen Sweatshirt. Das spanische Label Mango schockte im Herbst 2014 mit einem "SS-Design" auf Hemden.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden