Zahlreiche Tote bei Gasexplosion

Taiwan

Zahlreiche Tote bei Gasexplosion

Augenzeugen beschreiben schreckliche Szenen der tödlichen Explosion.

Mehrere verheerende Gasexplosionen haben in der taiwanischen Stadt Kaohsiung ganze Straßenzüge verwüstet und mindestens 24 Menschen getötet. Nach Angaben von Behördenvertretern wurden mehr als 270 weitere Menschen verletzt, als am Donnerstagabend eine Serie heftiger Explosionen den Stadtteil Cianjhen erschütterten. Die Ursache der Explosionen war zunächst unklar.

Es wurde vermutet, dass Gas aus unterirdischen Gaspipelines ausgetreten sein könnte. Bewohner beschrieben schreckliche Szenen: Das Feuer sei bis zu 20 Stockwerke hochgeschlagen, sagte Augenzeuge Johnson Liu. Feuerwehrwagen und Autos seien durch die Explosion regelrecht "weggeblasen" worden. Rund zehn Leichen hätten auf der Straße gelegen. Eine Straße wurde der Länge nach aufgerissen. Die Menschen flohen in Panik. Zeugen berichteten von vielen Toten auf den Straßen. Zahlreiche Menschen wurden mir Brandverletzungen in Krankenhäuser gebracht.

"Die Explosionen waren wie ein Gewitter und die Straße vor meinem Laden wurde aufgerissen", sagte ein weiterer Augenzeuge der Nachrichtenagentur Central News Agency. "Es fühlte sich wie ein Erdbeben an." Anrainer brachten verletzte auf improvisierten Tragbahren weg. Nach Angaben der Feuerwehr wurde auch vier Feuerwehrleute getötet und 22 weitere verletzt.

Wirtschaftsminister Chang Chia Chu sagte, bei dem ausgetretenen Gas handle es möglicherweise Propylengas. Die Ursache für das Gasleck sei noch unklar. Laut einem Vertreter der Stadtverwaltung war das Feuer am Freitagmorgen weitgehend gelöscht oder unter Kontrolle. Mehr als 1100 Einwohner wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und in Notunterkünften untergebracht. Das Militär schickte rund 1400 Soldaten zur Unterstützung an die Unglücksstelle.

Es war die zweite schwere Gasexplosion in Kaohsiung seit 1997: Damals wurden fünf Menschen getötet und etwa 20 weitere verletzt, als die staatliche Chinesische Petroleum Corp. eine Gaspipeline im Rahmen eines Straßenbauprojekts teilweise unter die Erde bringen wollte.
 



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