Tschechiens Präsident

Zeman spendet Staat ein Drittel seines Lohns

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Spende für Tilgung der Staatsverschuldung. Sonderkonto errichtet.

Der tschechische Staatspräsident Milos Zeman hat am Mittwoch angekündigt, dass ein Sonderkonto errichtet worden sei, auf das er jeden Monat ein Drittel seines Gehalts für die Tilgung der Staatsschulden überweisen wird. Mit dieser Geste wolle er auch andere Leute mit hohem Einkommen auffordern, diesem Beispiel zu folgen, erklärte Zeman bei einer Pressekonferenz auf der Prager Burg.

"Ich mache mir keine Illusionen, dass dies zur Senkung der Staatsverschuldung führen wird, allerdings hoffe ich, dass sich dem auch andere Leute mit hohen Einnahmen anschließen", erklärte Zeman, der als Vorsitzender des Verwaltungsrates der entsprechenden Stiftung fungiert, die das Sonderkonto führt.

Zeman will Druck auf "verschwenderische Ausgaben" ausüben
Außerdem glaubt Zeman nach eigenen Worten, dass die Errichtung des Sonderkontos Druck auf "verschwenderische Ausgaben" des Budgets 2014, das die Koalition schon vorbereite, ausüben werde. Als Beispiel nannte Zeman die geplante Erhöhung der Gehälter der Politiker und weiterer hochrangiger Staatsbeamter um 27 Prozent.

Erste Zahlung bereits erfolgt
Zeman sagte weiter, die erste Zahlung habe er schon durchgeführt. Seiner Bank, bei der er ein privates Konto hat, habe er schon einen Dauerauftrag mit dem Endtermin März 2018 gegeben. Zu diesem Termin geht die fünfjährige Amtsperiode Zemans zu Ende.

Das monatliche Monatsgehalt des Staatschefs macht etwa 180.000 Kronen (7.009,35 Euro) aus. So wird Zeman jeden Monat 60.000 Kronen - das sind ca. 2.300 Euro - auf das Sonderkonto schicken. Die Staatsverschuldung Tschechiens liegt bei 1.700 Mrd. Kronen. Das entspricht etwa 43 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

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