"Zu viel Koks an der Mailänder Börse"

Drogentest gefordert

"Zu viel Koks an der Mailänder Börse"

Der italienische Staatssekretär Giovanardi fordert Drogentest für Börsenmakler.

Der italienische Familienstaatssekretär Carlo Giovanardi fordert Anti-Drogentests für Börsenmakler Giovanardi ruft die Mailänder Börse und die Börsenaufsichtsbehörde auf, Börsianer Anti-Drogen-Kontrollen zu unterziehen. "Es gibt Studien, die die Krisen in Wall Street mit Kokainkonsum in Verbindung bringen. Ich bezweifle, dass ein Anleger sein Geld einem drogensüchtigen Börsenmakler anvertrauen will", sagte Giovanardi, der für seine Anti-Drogen-Kampagnen in Italien bekannt ist.

Drogentest im Parlament
  "Kokain wird zwar nicht für die Turbulenzen an der Börse verantwortlich sein, könnte aber eine Rolle mit spielen", sagte Giovanardi. Er führt zurzeit auch eine Kampagne für ein Gesetz, wonach Mandatare künftig gezwungen werden sollen, sich einem Drogentest zu unterziehen, wie es bereits bei Piloten oder Lkw-Fahrern der Fall sei. "Als Bürger habe ich das Recht zu wissen, ob Parlamentarier Drogen nehmen", meint Giovanardi.

   Giovanardi hatte 2009 einen freiwilligen Drogentest organisiert, dem sich in der Folge 232 Parlamentarier unterzogen. Die Resultate ergaben, dass ein Parlamentarier positiv auf Kokain getestet wurde. Die Kokain-Einnahme konnte durch Haaranalysen festgestellt werden. Der Name des positiv getesteten Parlamentariers wurde nicht bekannt gegeben.


    Die Zahl der Drogenkonsumenten wächst in Italien immer mehr. Mit Dänemark, Spanien, Irland und Großbritannien zählt Italien zu den EU-Ländern mit dem höchsten Kokainkonsum.

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