09. September 2009 14:54
© Screenshot: www.aids-ist-ein-massenmoerder.de
Mit einem äußerst umstrittenen Video sorgte eine Anti-Aids-Kampagne (vom
Verein Regenbogen) für viel Aufsehen. Denn das Video, welches einen
Hitler-Imitator beim Sex mit einer jungen Frau zeigt, sorgte für enormes
Aufsehen auf der beliebten Videoplattform. Nun wurde es von den
YouTube-Verantwortlichen gesperrt.
Video ist auf YouTube nicht mehr zu sehen
Auf einem Eintrag auf
dem Online-Netzwerk Facbook lautete die Begründung für die Sperre, dass
dieses Video aufgrund eines Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen entfernt
wurde. Bei YouTube erscheint nur noch das Plakat der Anti-Aids-Kampagne, das
Adolf Hitler beim Sex mit einer jungen Frau zeigt.
Hier können Sie das Video noch eimal sehen:
Stellungnahem von YouTube
"Wir kommentieren grundsätzlich
keine einzelnen Videos und warum manche von ihnen entfernt wurden",
sagte YouTube-Sprecher Henning Dorstewitz am Mittwoch. Ein Verstoß liege
dann vor, wenn Szenen mit illegalen, Gewalt verherrlichenden, hetzerischen
oder sexuell eindeutigen Handlungen gezeigt werden.
Andere Anti-Aids-Organisationen protestierten
Das Video war
international bei Aids-Organisationen auf heftigen Protest gestoßen. Die
Deutsche Aids-Hilfe (DAH) hatte den sofortigen Stopp der Aktion gefordert. "Das
ist eine der schlimmsten Kampagnen seit dem Ausbruch der HIV-Epidemie",
sagte Carsten Schatz von der Deutschen Aids-Hilfe. "Dieser widerliche
Spot mit einem Adolf-Hitler-Imitator verhöhnt alle Opfer des
Nationalsozialismus und setzt HIV-positive Menschen mit Massenmördern gleich."
Auch der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte die Kampagne kritisiert.
Initiatoren verteidigen das Video
Auf der Internetseite der
Kampagne des Vereins Regenbogen ist das Video nach wie vor zu sehen. "Die
Kampagne kommt bei jungen Menschen sehr gut an", sagte der Vorsitzende
des Vereins, Jan Schwertner. Auf die Frage, ob die Seite gesperrt wird,
wollte er nicht direkt antworten. "Die Botschaft ist klar. Wer die
Botschaft versteht, versteht auch diese Kampagne. Die Kampagne ist jetzt
angelaufen, wir werden sehen, was die nahe Zukunft bringt", sagte
Schwertner.