BlackBerry bringt PlayBook zum Kampfpreis

iPad-Gegner

© Reuters

BlackBerry bringt PlayBook zum Kampfpreis

Wie berichtet, hat die Research in Motion (RIM)-Tochter BlackBerry ihr "PlayBook" Ende September vorgestellt. Nun hat Konzern-Manager Jim Balsillie erste konkrete Angaben zum Verkaufspreis gemacht. Für potenzielle Käufer hatte er dabei gute Nachrichten zu verkünden, die Hauptkonkurrenten dürften mit der Ankündigung keine so große Freude haben.

500 Dollar
Laut Balsillie wird BlackBerry seinen Tablet-Computer im ersten Quartal 2010 für 500 Dollar auf den Markt bringen. Umgerechnet wäre das ein Betrag von knapp 360 Euro. Sollte der Preis wie beim iPad (von Dollar auf Euro) eins zu eins übertragen werden, würde das Gerät bei uns rund 500 Euro kosten - also genauso viel wie die billigste iPad-Variante mit einem Speicher von 16 GB und WLAN. Samsung verlangt für sein Galaxy Tab deutlich über 600 Euro, die Preise für das Dell-Tablet und die kommenden Microsoft-Tablets stehen noch gar nicht fest.

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Bild: (c) AP

Umfangreiche Ausstattung
Im Gegensatz um Einstiegs-iPad hat das Playbook jedoch zahlreiche praktische Features bereits an Bord. Wie das Galaxy Tab, das bereits fertige iPad 2 und das angekündigte Dell-Tablet verfügt auch das BlackBerry-Tablet über einen praktischen 7-Zoll Touchscreen. Der Neuling ist dadurch nur etwas über 400 Gramm schwer und knapp einen Zentimeter dick (Breite 13 und Länge 19,3 cm). Der hochauflösende Bildschirm (1.024 x 600 Px) ist HD-fähig und als Antrieb dient ein 1 GHz starker Dual-Core-Prozessor. Der Arbeitsspeicher ist mit 1 GB Ram ausreichend dimensioniert.

Des Weiteren verfügt das Playbook über eine 3 MP-Kamera an der Frontseite und einer 5 MP-Cam an der Rückseite. MIt dem Gerät kann man während einem Videochat auch HD-Aufnahmen machen. Dank HDMI-Anschluss können die Videos problemlos auf größere Displays/Fernseher übertragen werden. Ein Micro-USB-Port, WLAN (n-Standard) und Bluetooth 2.1 runden die Ausstattung ab.

Nachteil gegenüber dem iPad: Vorerst wird es nur eine WLAN-Version geben, UMTS/3G-Varianten sollen später folgen.

Eigenes Betriebssystem
Beim Betriebssystem baut RIM auf der Software der kürzlich übernommenen Firma QNX (wir berichteten) auf, die das Ausführen mehrerer Programme parallel erlaubt, das sogenannte Multitasking. Das Betriebssystem, auf dem die Blackberry-Telefone laufen, wurde oft als zu langsam und fehleranfällig kritisiert. Die QNX-Software namens "BlackBerry Tablet OS" könnte also auch hier die Zukunft weisen.

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