Der neue iPod nano (2010) im Test

Smarter MP3-Player

Der neue iPod nano (2010) im Test

Am ersten September präsentierte Apple-Chef Steve Jobs drei neue iPods. Neben dem iPod touch wurde vor allem der iPod nano gründlich überarbeitet. Dieser hat mit seinem Vorgänger eigentlich gar nichts mehr gemein. Ein ausreichender Grund um sich das Gerät etwas genauer anzusehen.

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Die Verpackung wirkt, wie man es von Apple-Produkten gewöhnt ist, schlicht aber hochwertig. Beim neuen Modell erlaubt sie gleich den direkten Blick auf das Objekt der Begierde. Auf den ersten Blick würde man gar nicht glauben, dass in dieser kompakten Box auch noch ausreichend Platz für das (weiße) USB-Kabel und die Kopfhörer ist. Diese verstecken sich jedoch unterhalb des iPods.

Klein, kleiner, iPod nano
Wie klein der iPod nano selbst geworden ist, wird erst nach dem Auspacken klar. Das können auch die Bilder nicht eins zu eins vermitteln. In der Hand wirkt er noch einmal deutlich kleiner, als es die Fotos vermuten lassen. Überhaupt wenn man die Dimensionen des Vorgängers kennt.

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                                      Bild: (c) Apple

Bedienung
Bedient wird der iPod nano nur mehr über sein 1,5 Zoll großes Multitouch-Display (240 x 240). Dieses reagiert auf Befehle ausgesprochen präzise und schnell. Multitouch erleichtert die Bedienung enorm. Die angezeigten Symbole kennen wir bereits vom iPhone und dem iPod touch. Leider wird es für den iPod nano aufgrund der fehlenden Anschlussmöglichkeit an den App Store keine Apps geben. Des Weiteren müssen die Nutzer auch auf die Integration des neuen Sozialen Musik-Netzwerks Ping verzichten.

In der Praxis
Dem Hörgenuss tut dies freilich keinen Abbruch. Der kleine Player gibt Songs aller Musikrichtungen (Rock, Pop, Classic, etc.) mit hervorragendem Sound wieder. Daran haben natürlich auch die tollen Kopfhörer einen großen Anteil, für welche sich der Anschluss an der Unterseite befindet. Je nach Modell fasst der Speicher wie beim Vorgänger 8 oder 16 GB. Trotz der Kompaktheit verfügt auch der neue iPod nano über den bekannten (30-poligen) Apple-Anschluss. So kann er problemlos mit allen vorhandenen Docking-Stations benutzt werden.

Der zusätzliche Befestigungs-Clip auf der Rückseite ist nicht unbedingt notwendig, denn das Gerät findet selbst in der kleinsten Hosentasche problemlos Platz. Wer seinen neuen iPod nano aber gerne herzeigen möchte, oder beim Sport nutzt, kann ihn sich bequem an die Kleidung, den Rucksack, etc. stecken.

Für Abwechslung und Information sorgt das integrierte Radio. Zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten (Kontrast, Schwarz Weiß, etc.) passen das Display an die individuellen Bedürfnisse des Nutzers an. Die Funktion "Genius" stellt automatisch eine eigene Songliste aus einem bestimmten Genre zusammen und funktioniert überraschend gut.

Des Weiteren eignet sich der iPod nano auch für sportliche Menschen. Er kann als Schrittzähler verwendet werden und hilft beim Erreichen von selbst gesteckten Fitnesszielen. Zusätzlich ist er mit Nike+ kompatibel (Gemeinsames Sportangebot von Nike und Apple).

Kritikpunkte
Die Schrumpfkur ist natürlich nicht ohne technische Einbußen einhergegangen. Während der Vorgänger noch Videos abspielen und dank integrierter Kamera sogar aufzeichnen konnte, müssen Nutzer des neuen iPod nano auf diese Möglichkeiten verzichten. Auf dem kleinen Display würde die Betrachtung von Video-Clips aber ohnehin keinen Spaß machen. Wer auf diese Features nicht verzichten will, muss beim Vorgänger-Modell bleiben. Dieses wird jedoch nicht mehr allzu lange erhältlich sein.

Preis
Der neue iPod nano ist ab 169 Euro (8 GB) erhältlich. Für die 16 GB Variante verlangt Apple 199 Euro. Damit ist das Gerät zwar kein Schnäppchen, aber das ist man von Apple ja so gewöhnt. Zu haben ist der Neue mit stylishem Aluminiumgehäuse oder in sieben unterschiedlichen Farben

Fazit
Wer einen kompakten, hervorragend verarbeiteten und einfach zu bedienenden MP3-Player sucht, wird mit dem iPod nano mit Sicherheit glücklich. Hinzu kommt noch die unerreichte "Strahlungskraft" des Apple-Logos, welche für viele schon Grund genug ist, sich für einen iPod zu entscheiden. Echte Innovationen bietet er jedoch nicht.

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