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Windows 10 bekommt Super-Update

Microsoft legt nach

Windows 10 bekommt Super-Update

Microsoft will sein Betriebssystem Windows 10 mit dem dritten großen Update sicherer und vor allem mit neuen Funktionen attraktiver für Nutzer machen, wobei der Schwerpunkt auf Kreativität liegt. Das "Windows 10 Creators Update" werde ab dem 11. April weltweit verfügbar sein, teilte der Softwarekonzern in einer Aussendung mit. Bis es alle Nutzer des Betriebssystems erreicht, wird es aber wieder etwas dauern. Schon beim im Vorjahr ausgerollten "Anniversary Update" mussten viele User lange warten.

Es solle den Anwendern "höchste Sicherheit" sowie neue Funktionen etwa für 3D-Gestaltung bieten. Außerdem öffnet Microsoft das System für die sogenannte Mixed Reality, bei der die reale Umgebung und virtuelle Objekte verbunden werden können. "Die Nutzer wollen mit ihrem PC heute natürlicher und intuitiver umgehen", sagte Microsoft-Manager Markus Nitschke.

3D APP für Paint

Mit dem neuen Update, das sukzessive und automatisch an alle Nutzer ausgeliefert wird, kommt zum Beispiel eine neue 3D-App für Microsofts Malprogramm Paint. Damit ließen sich dreidimensionale Objekte erstellen, bearbeiten und anschließend auch mit anderen teilen oder drucken, sagte Nitschke. Auch in Programme wie Powerpoint sollen sich die Objekte integrieren lassen.

"Mixed Reality"

Das Creators Update öffnet Windows 10 auch für "Mixed Reality"-Anwendungen. Microsoft wolle die neue Technologie "demokratisieren" und für alle verfügbar machen, sagte Nitschke. Im Laufe des heurigen Jahres sollen entsprechende Brillen etwa von Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo ab rund 300 Dollar (276 Euro) verfügbar sein. Diese sind damit also deutlich günstiger als die hauseigene Hightech-Brille HoloLens. Anders als aktuelle Brillen für Virtual Reality (VR) kann sich der Nutzer damit frei im Raum bewegen, da die reale Umgebung weiterhin erkennbar bleibt.

VR und Mixed Reality seien beides starke Wachstumsmärkte, sagte Nitschke. Da inzwischen auch Microsofts Spielekonsole Xbox One Windows 10 unterstützt, dürfte das Unternehmen mit den neuen Brillen vor allem auch gegenüber der Playstation 4 punkten wollen, für die Sony bereits die Playstation VR-Brille für virtuelle Spielewelten anbietet.

Gaming

Die neue Streaming-Plattform Beam ermöglicht das leichte sowie interaktive Streaming von Spielen. Dabei soll Beam für ein neues Spieleerlebnis sorgen, indem es den Zuschauern erlaubt, das Geschehene aktiv zu beeinflussen und mit den Spielern in Echtzeit zu interagieren. Der neue Game Mode ermöglicht die Zuordnung von zusätzlichen Grafik- und Prozessor-Ressourcen für Spiele, was für eine verbesserte Spielperformance auf Windows 10 PCs sorgen soll.

Verbesserter Browser

Microsofts Browser erhält auch zahlreiche neuer Erweiterungen. Ein effizienteres Tab-Management bietet eine bessere Übersicht geöffneter Fenster – beispielsweise durch das Anlegen von Tab-Gruppen. Zudem kommt Edge mit einer Optimierung für das Lesen im Browser.

Viele kleinere Neuerungen

Neben größeren Neuheiten beinhaltet das Creators Update auch viele kleinere, hilfreiche Funktionen, die auf den Wunsch der Nutzer integriert wurden. So ermöglicht die Nachtlicht-Funktion einen besseren Schlaf über ein reduzierteres Bildschirmlicht. Über das Mini-View-Feature erhalten Anwender ein separates kleines Fenster für parallele Aktivitäten, das immer im Vordergrund bleibt – beispielsweise um TV-Shows laufen zu lassen oder einen Skype-Call fortzuführen, während man gleichzeitig etwas Anderes tut.

Mehr Sicherheit

Als einen weiteren Schwerpunkt für das neue Update nennt Microsoft den Sicherheitsaspekt. Das "Defender Security Center" soll künftig den Nutzern einen zentralen Ort für die Verwaltung der genutzten Sicherheits-Features bieten. Das Defender Security Center besteht aus fünf Bereichen: Antiviren-Schutz, Geräteperformance, Firewall und Netzwerkschutz, App- und Browserkontrolle sowie Sicherheitseinstellungen für Familien. In Sachen Sicherheit solle Windows 10 dem Nutzer vollständige Transparenz bieten.

Privatsphäre

Das Creators Update kommt mit einem neuen Setup bei der Konfiguration von Datenschutzeinstellungen, welches die bestehenden „Express-Einstellungen“ ersetzt. Die Neuerung soll Kunden zukünftig vor allem die individuelle Konfiguration erleichtern und zeigt die wichtigsten Privatsphären-Einstellungen auf einen Blick. Gleichzeitig vereinfacht Microsoft die Konfiguration im Bereich der Diagnose- und Nutzungsdaten. So werden die aktuell vorhandenen drei Konfigurationsstufen auf die zwei Optionen „Einfach“ und „Vollständig“ reduziert – die ehemalige Stufe „Erweitert“ entfällt.

400 Millionen User

Das Creators Update ist in der Lebensgeschichte von Windows 10 das dritte größere Update. Das rund eineinhalb Jahre alte Betriebssystem wird laut Microsoft weltweit auf 400 Millionen Geräten genutzt.

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