Roy Liechtenstein in der Albertina

Superstar der Popart

© Estate of Roy Lichtenstein / VBK

Roy Liechtenstein in der Albertina

Ausstellung. Braun gebrannt kam Albertina-Direktor Klaus Schröder zum jüngsten Pressegespräch. Er erzählte von der kleinen Malediven-Insel, auf der er Urlaub gemacht hatte („Joggen war sinnlos, weil man in zwei Minuten herum war“). Und er schilderte, wie ein Schwarm Stachelrochen auf ihn zuhielt und er keinen Zentimeter von der Stelle wich ...

Superstar
Diese Steher-Qualitäten braucht er auch heuer wieder, denn die Konkurrenz – siehe den gigantischen Vorjahreserfolg der Frida-Kahlo-Schau im Wiener Kunstforum – schläft nicht. So startet Schröder heute (nach Michelangelo und Picasso) eine Personale über einen weiteren Superstar der Kunstgeschichte: Die Ausstellung Black & White zeigt siebzig eindrucksvolle, zumeist schwarz-weiße, höchstens spärlich kolorierte Zeichnungen des Popart-Gurus Roy Lichtenstein (1923–1997). Während dieser in den 1950er-Jahren vorzugsweise Gemälde zur Geschichte der Vereinigten Staaten kreiert hatte, ging er in den Sechzigern mit seinen minimalistischen, stark an der Bildsprache der Comic Strips und der Konsumästhetik orientierten Arbeiten überraschend neue und stilbildende Wege.

Der gegrillte Truthahn, der Kampfflieger (Bratatat!) oder die mit dem Strahlen einer Werbeikone ausgestattete Badende – mit seinen Black & White-Porträts, Akten und Stillleben erhob Lichtenstein, die klassischen Genres zitierend, amerikanische Alltagsmythen zur Museumskunst.

Pin-ups
Auf den Ostküsten-Künstler lässt Albertina-Chef Schröder ab 17. Februar eine Ausstellung des Westküsten-Popartisten Mel Ramos folgen. Dieser wurde populär mit seinen in Martinigläsern posierenden oder auf Hot Dogs reitenden „Pin-ups“.

Autor: Christoph Hirschmann
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