Botschafter aus China gratuliert Botschafter aus China gratuliert

Panda-Baby geboren

© AP/Schönbrunn

 

Botschafter aus China gratuliert

100 Gramm schwer, 10 Zentimeter groß und nackt wie ein Regenwurm: Trotzdem ist das am Montag geborene Panda-Baby schon jetzt der neue Star im Tiergarten Schönbrunn.

Mit der bisherigen Entwicklung des Mini-Bären ist die erfahrenen Pflegerin Eveline Dungl hochzufrieden: "Das Panda-Baby trinkt alle zwei Stunden bei seiner Mutter, es hat also großen Appetit. Das ist ein gutes Zeichen.“

Mama Yang Yang kümmert sich liebevoll um ihr Junges. Das ist auch nötig, denn kleine Pandas sind vollkommen hilflos. "Yang Yang ist jetzt schon einen routinierte Mutter“, so Dungl. "Allein könnte sich das Baby nicht einmal von einer Zitze zur anderen bewegen.“

Mutter und Kind sind derzeit völlig abgeschottet im Pandahaus. Nicht einmal die Pfleger haben derzeit zu den beiden Kontakt. Dennoch können die Tiergarten-Besucher das Neugeborene schon jetzt bweundern: Wie bei seinem Bruder Fu Long gibt es auch diesmal wieder Video-Sequenzen aus der Wurf-Box, die das Baby beim Trinken und beim Kuscheln mit seiner Mutter zeigen. Der Andrang vor dem Bildschirm war schon gestern riesig.

Botschaftsrat: Geburt im Zoo ist ein "Wunder“
Selbst der chinesische Botschaftsrat fand sich gestern Vormittag im Zoo ein, um zur Geburt zu gratulieren. "Es ist ein Wunder, dass es wieder gelungen ist, ein Pandajunges zu zeugen“, sagte Ye Jianzhong. Muttertier Yang Yang und Vater Long Hui sind chinesische Leihgaben. Wermutstropfen: Laut Vertrag muss der jüngste Panda-Nachwuchs – ebenso wie Fu Long – nach zwei Jahren bei der Mutter zurück nach China. Auch die zeugungsfreudigen Eltern könnten 2013 wieder in ihre Heimat überstellt werden.

Mit der Geburt des kleinen Pandas geht auch wieder die Suche nach einem Namen von Neuem. Aus Aberglauben wird der Sprössling erst nach 100 Tagen getauft. Namensvorschlägen werden voraussichtlich wieder aus China kommen. Eine Online-abstimmung schließt Pflegerin Dungl nicht aus.

Yang Yang hat am Montag zwei Junge zur Welt gebracht, eines ist gestorben. Eine Obduktion sollte die Todesursache klären, doch womöglich ist es schon zu spät: "Wir sehen den Leichnam nicht mehr“, so Dungl. "Yang Yang könnte ihr eigenes Junges gefressen haben.“

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