Fekter zahlte Terrorist Sozialhilfe

1.450 Euro Unterhalt im Monat

Fekter zahlte Terrorist Sozialhilfe

Der Zugriff erfolgte vergangenen Mittwoch um 16.45 Uhr am Flughafen Wien-Schwechat: Unter der Federführung des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung verhaftet die Grenzschutzpolizei den mutmaßlichen tschetschenischen Terroristen Aslambek I. (32). Er ist in Österreich offiziell als Flüchtling anerkannt, war am Rückweg von einer Pilgerreise nach Mekka. Und er war in Begleitung von zwei Männern.

Topterrorist lebt seit 2004 als Flüchtling in Österreich
Gegen den 32-Jährigen, der seit 2004 in Österreich ist und zusammen mit seiner Ehefrau und zwei Kindern in Neunkirchen (NÖ) wohnt, besteht ein europäischer Haftbefehl. Die belgische Justiz wirft dem bekennenden Anhänger des Rebellenführers Doku Umarow vor, Mitglied einer terroristischen Gruppe zu sein. Der 32-Jährige soll maßgeblich die Logistik für Anschläge auf einen NATO-Zug geplant haben. Die belgischen Behörden haben deshalb um eine Hausdurchsuchung in Niederösterreich gebeten.

‚Diskrete‘ Hausdurchsuchung von Nachbarn beobachtet
Die Chronologie: Am 23. November werden bei mehreren Razzien in Belgien, Deutschland und Holland insgesamt 26 Terrorverdächtige festgenommen. An diesem Tag soll auch der Verdächtige Aslambek I. in seinem Haus in der Meranergasse in Neunkirchen festgenommen werden.

Doch da ist I. längst im Ausland und auf der Pilgerreise nach Mekka. In Absprache mit den belgischen Behörden durchsuchen die Fahnder einen Tag später, am 24. November, das Haus. Die Ehefrau und die zwei Kinder von I. sind dabei anwesend. Franz F., ein direkter Nachbar des mutmaßlichen Terroristen, beobachtet die angeblich „diskrete“ Aktion. „Ich kann mich erinnern, dass drei Polizeiautos vorgefahren sind. Sie haben meine Einfahrt zugeparkt, das war nicht wirklich diskret“, sagt er zu ÖSTERREICH.

Die Polizei beschlagnahmt bei I. Handys, Speicherkarten und Computer mit wichtigen Informationen. Die Auswertung der Daten und die weiteren Daten ergeben, dass I. vergangenen Mittwoch von der „Haddsch“-Reise zurück nach Wien reisen soll. Der Zugriff erfolgt.

Tschetschene wartet jetzt in Haft auf Überstellung
Aslambek I. ist Ende dieser Woche in die Justizanstalt Wiener Neustadt überstellt worden. Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, sagt zu ÖSTERREICH: „Es besteht kein Verfahren in Österreich gegen ihn, aber ein europäischer Haftbefehl. Die erste Haftfrist endet in 14 Tagen. Frühestens dann wird geklärt, wann er nach Belgien ausgeliefert wird.“

Terrorist lebte auf Staatskosten in NÖ

Die Meranergasse in der Gemeinde Neunkirchen im südlichen Niederösterreich: Es ist eine ruhige und unauffällige Gegend, viele alteingesessene Bürger wohnen hier.
Auf Hausnummer 16, in einem frisch angemalten Haus, lebte bis Mittwoch auch der mutmaßliche tschetschenische Topterrorist Aslambek I. zusammen mit seiner Ehefrau und zwei minderjährigen Kindern.

1.450 Euro im Monat
So weit, so schlecht: Jetzt aber stellt sich auch heraus: Das Leben der Terroristenfamilie L. wurde vom Staat Österreich finanziert – also von allen Steuerzahlern: Aslambek I., hatte offiziell den Status eines anerkannten Flüchtlings inne. Und er war damit Sozialhilfeempfänger.

Als Ehepaar mit zwei minderjährigen Kindern steht der Familie pro Monat die gesetzliche Mindestsicherung von 1.450 Euro zur Verfügung.

Der Terrorist reiste laut Innenministerium schon 2004 nach Österreich ein, ist seit Jahren anerkannter Flüchtling.

„Nicht weiter aufgefallen“
Beim Lokalaugenschein von ÖSTERREICH am Samstag ist die Verhaftung des tschetschenischen Terroristen das Gesprächsthema unter der Neunkirchner Bevölkerung. Die Stammgäste im Gasthaus PickNick ums Eck kennen ihn alle: „Ich wohne direkt neben der Familie. Ich habe bei ihm oder seiner Familie aber nie etwas Verdächtiges wahrgenommen. Als ich heute von seiner Festnahme gehört habe, war ich sehr überrascht“, sagt Franz F., ein direkter Nachbar des Terroristen. Angst habe er nie gehabt.

Laut Polizei Neunkirchen ist Aslambek I. vor den Behörden ein unbeschriebenes Blatt. „In Österreich ist er nicht vorbestraft“.

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