Leider-Nein-Millionär

"Ich bin der 43-Mio-Euro-Pechvogel"

Für wenige Momente fühlte sich der Schweizer Bodenleger schon als Multimillionär: „Ich hab’ den Austria-Jackpot geknackt, alles hat geleuchtet – doch die Casinos weigern sich bis heute, die 43 Millionen zu zahlen.“

Was war geschehen?
Am 26. März besuchte er mit seiner Frau Fatime und einem Freund das Casino Bregenz, spielte an Automaten. Zuletzt schlug ein Bonus-Automat des Austria-Jackpots an. Fast 43 Millionen Euro Gewinn zeigte die Maschine: „Wir waren verrückt vor Freude“, schildert er (siehe Interview).

Dann die herbe Ernüchterung: „Technischer Defekt, Computerfehler“, sagte der Direktor. Leider kein Gewinn: „Erst konnte ich das gar nicht glauben.“

Die Vertreter der Spielbank blieben aber hart. Bis heute: „Es war ein Softwarefehler“, wird argumentiert, „der irrtümlich den Gewinn anzeigte.“

Der Schweizer hat inzwischen einen österreichischen Anwalt eingeschaltet, bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet: „Das Casino antwortete mit Hausverbot“, empört sich Merlaku: „Nun muss halt ein Richter klären, wer im Recht ist.“

Merlaku will kämpfen, egal, wie lange die Auseinandersetzung auch dauern wird: „Ich mache das auch für meinen Sohn Erion. Der kam letzten Sonntag zur Welt, ein Strahlemann.“ Zusatz: „Glück in der Liebe, Pech beim Spiel.“

Behar Merlaku: „Sie 
müssen doch zahlen“

ÖSTERREICH: Sie sind der Pechvogel des Jahres – zuerst vermeintlich den Casino-Jackpot geknackt, fast 43 Millionen gewonnen, dann wieder alles verloren …
Behar Merlaku: … so sehen das bloß die Casinos Austria. Ich habe die 43 Millionen korrekt gewonnen und will sie jetzt auch ausbezahlt ­haben. Jeden Cent. Deshalb habe ich die Casinos auch geklagt. Schließlich stand diese Summe auf dem Automaten, das rote Licht hat geleuchtet. Also habe ich auch gewonnen.
ÖSTERREICH: Was ist damals genau geschehen?
Merlaku: Mit meiner Frau und einem Freund war ich im Casino, wir haben an mehreren Automaten gespielt. Zuletzt am Bonus-Automaten – Austrojackpot. Auf meinem Konto war noch ein Guthaben, ich hab’ gedrückt, und plötzlich leuchtet der Austro-Jackpot auf. Fast 43 Millionen, stand auf dem Display. Mit meinem Handy hab’ ich die unglaubliche Summe sogar gefilmt, weil ich es zuerst gar nicht glauben konnte.
ÖSTERREICH: Wie ist es dann weitergegangen?
Merlaku: Ein Mitarbeiter hat den Chip versteckt aus dem Automaten gezogen und ist damit verschwunden. Vermutlich wurde der Chip gelöscht. Gleichzeitig hat mir der Direktor erklärt, dass er die volle Summe gar nicht auszahlen könne, 43 Millionen seien zu viel. Sogar ein Foto von mir und meiner Frau ist gemacht worden. Wenig später hat uns der Direktor dann erklärt, dass ich nichts gewonnen habe. Der Jackpot sei durch einen technischen Defekt ausgelöst worden.
ÖSTERREICH: Sie haben nun allerdings geklagt …
Merlaku: … Ja, schließlich will ich Gerechtigkeit. In Südafrika hat ein Spieler auf einem ähnlichen Gerät 43 Millionen gewonnen. Die Summe wurde ausbezahlt. In Las Vegas bekam ein Spieler 163 Millionen Dollar. Nur die Casinos Austria weigern sich zu zahlen, haben mir sogar Hausverbot erteilt, als ich Anzeige erstattete.
ÖSTERREICH: Wie geht es nun weiter?
Merlaku: Irgendwie macht mich die ganze Geschichte psychisch fertig, ich bin mit den Nerven am Ende. Zum Glück habe ich sonst eine ­gute Zeit – vor 7 Tagen kam mein Sohn Erion zur Welt.

(wek)

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