Sonderthema:
Jetzt tobt Bettlerkrieg
 um Wien

Mafia wird immer skrupelloser

Jetzt tobt Bettlerkrieg
 um Wien

Die Linke Wienzeile in der Hauptstadt am gestrigen Samstagvormittag. Es regnet in Strömen. Und dennoch treten sich die Bettler fast gegenseitig auf die Füße, hauen jeden Passanten um Geld an. Schon 1.100 professionelle Bettler aus Rumänien hat die Polizei in Wien registriert. Dabei hat der Krieg auf den Straßen erst begonnen. Kein Wunder: „In Österreich regnet es Geld“, sagte ein Bettler in seinen Einvernahmen zu den Ermittlern. Die Wiener Polizei hat das Netzwerk der Bettel-Mafia zuletzt genau durchleuchtet – ÖSTERREICH berichtete.

„Es gibt erste Rangeleien um die besten Reviere“, bestätigt Oberst Gerald Tatzgern vom Bundeskriminalamt. Vor allem Bettler aus der Slowakei machen den Rumänen das Geschäft mit durchschnittlich 300 Euro Tageseinnahmen immer streitiger.

Ein Wiener verdient mit 
Bettlern ein Vermögen
Die 1.100 Rumänen hausen unter katastrophalen Umständen. 77 Massenquartiere sind bekannt, bis zu 40 Bettler leben auf 40 Quadratmetern Fläche. Von den 77 Unterkünften gehören 70 einem einzigen Wiener, der mit dem Elend der von Banden dominierten Bettel-Trupps Millionen scheffelt.

Der Polizei sind zumeist die Hände gegen die Banden gebunden.
Organisiertes und damit illegales Betteln ist nur schwer nachzuweisen. Vor allem, wenn die „Täter“ eisern schweigen …


So agiert die Bettel-Mafia

Das miese Geschäft mit dem Elend: Seit einem Jahr durchleuchtet das Bundeskriminalamt die Wiener Bettlerszene und was die Beamten herausfanden schockiert: Die Hintermänner der organisierten Ost-Banden betreiben eine Art Linienverkehr zwischen Bukarest und Wien. Mit Bussen bringen sie die Bettler zu uns.

Hier angekommen, werden sie nach festgelegten Dienstplänen an zuvor zugewiesene Standorten gebracht. Die Nacht verbringen die Bettler in sogenannten Massenquartieren, wo sie sogar noch 130 Euro pro Monat und Matratze bezahlen müssen. Laut Polizei wohnen dort rund 40 Bettler auf 50 Quadratmetern.

Besonders „wertvoll“ für die skrupellosen Hintermänner seien Behinderte, die auf unseren Straßen unterwegs sind. Durch ihre Verkrüppelungen sollen sie Mitleid erzeugen – oft mit Erfolg, sagen die ermittelnden Beamten.

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