Graz: Vandalismus bei Kogler-Mitarbeiter

Nazi-Attacke

© Grüne

Graz: Vandalismus bei Kogler-Mitarbeiter

Drei Wochen ist es her, seit der grüne Spitzenkandidat Werner Kogler beim WM-Schauen in Graz mit mutmaßlichen Neonazis aneinandergeraten ist. Ursache: "SS und SA, wir sind wieder da", und andere rechte Parolen beim Match Deutschland gegen Ghana. Während der Nationalrat "bloß“ eine Bier-Dusche ausfasste, wurde sein Mitarbeiter H. schwer verletzt. Ein betrunkener Unruhestifter (21) schlug dem Politmitarbeiter brutal ins Gesicht: Der 37-Jährige landete mit Jochbeinbruch im Spital.

Vandalen
H. ist operiert worden und mittlerweile wieder gesund. Was bleibt, ist die Angst: So berichten steirische Grüne von einem gezielten Racheakt am 37-Jährigen.

Unbekannte Vandalen hätten im Garten von Koglers Mitarbeiter ihr Unwesen getrieben. Zu allem Übel wären H. und dessen Frau bedroht worden. Für eine offizielle Bestätigung war die Partei – aus Rücksicht auf H. – nicht bereit.

Ermittlungen
Amtlich ist, dass die Grazer Polizei nach der ersten Einvernahme des 21-Jährigen weitere Ermittlungen führt. Es geht um mehr als schwere Körperverletzung unter Alkoholeinfluss (1,4 Promille): Das Landesamt für Verfassungsschutz ist mittlerweile aktiv. Der 21-Jährige soll zur rechten Hooligan-Szene der Murstadt zählen.

Gewarnt
Eine für ihre rechtsradikalen Inhalte berüchtigte Internetseite hat den Fall inzwischen ebenso aufgegriffen. Darin werden die Grazer Unruhestifter gerügt (!), da sie offenbar auf Plattformen wie Facebook aktiv sind.

Zitat: „Wer in Zukunft Bilder seiner Kameraden den Antifaschisten und der Polizei zur Verfügung stellt, indem diese Bilder irgendwo hochgeladen werden, der wird als Kameradenschwein behandelt werden.“

Verdacht
Für die steirischen Grünen erhärtet sich damit der Verdacht der Wiederbetätigung. Tenor: Nicht nur der gewalttätige 21-Jährige, sondern auch sein Umfeld ist ein Fall für die Ermittler.

Hartnäckig
Ungeachtet der Prügelei hat Werner Kogler weiterhin hartnäckig das Public Viewing am Grazer Pfauengarten besucht und fleißig Vuvuzelas verteilt. Weitere Zwischenfälle sind ausgeblieben. Der Veranstalter hat schließlich prompt reagiert und die Sicherheitsvorkehrungen in der WM-Arena verschärft

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