So schützen sie sich vor Taschendieben!

Langfinger unterwegs

© TZ Österreich/Georg Hochmuth

So schützen sie sich vor Taschendieben!

Die bevorstehende Weihnachtszeit lässt die Menschen in Scharen zu Adventmärkten, in Shopping-Center und Einkaufsstraßen pilgern. Der Kundenansturm freut aber nicht nur die Geschäftsleute. Auch Taschendiebe haben um diese Jahreszeit Hochsaison. Tipps, um sich vor dem unerlaubten Griff nach der Geldbörse oder der Handtasche zu schützen, gibt die Polizei.

Geldbörse sicher verwahren
"Wichtig ist, dass man in der Weihnachtszeit nicht mehr Geld mitnimmt, als man unbedingt braucht", so Werner Gamauf von der Kriminalprävention beim Landeskriminalamt Burgenland. Der Kriminalist rät, auf die Geldbörse aufzupassen und sie nicht einfach hinten in die Hosentasche zu stecken. Stattdessen sollte man sie nach Möglichkeit in Vorder- oder Innentaschen geben. Auch die Bequemlichkeit, eine Hand- oder Jackentasche nicht zu verschließen, kann Gelegenheitsdiebe beflügeln: "Wenn ein Zipp vorhanden ist, sollte man ihn auf jeden Fall zumachen."

Handtaschen vor dem Körper tragen
Bei Handtaschen empfehle es sich, sie vor dem Körper zu tragen. Jedenfalls sollten sie nicht im Einkaufswagen abgelegt werden. Schon bei der Ankunft am Parkplatz könne man Diebstählen vorbeugen, indem man Wertsachen nicht im Auto zurücklässt. Die Polizei rät überdies, im Einkaufsgetümmel auf Umhängetaschen zu verzichten. Auch das Zählen von Geldscheinen sollte man in der Öffentlichkeit vermeiden.

Die Tricks der Taschendiebe
Neben dem Anrempeln gehören beispielsweise Drängeln, um sich unverdächtig nähern zu können oder das Fragen nach dem Weg mittels offenem Stadtplan zu den Tricks von Taschendieben. Vorsicht sei ebenfalls geboten, wenn man ersucht wird, Geld zu wechseln. Auch, wenn einem jemand die Kleidung "aus Versehen" beschmutzt und dann gleich beim Reinigen behilflich sein will, empfiehlt es sich, aufzupassen.

Taschendiebe gehen meist sehr geschickt und organisiert ans Werk. So könne es binnen Sekunden passieren, dass man von einer Person angerempelt wird, während eine zweite nach der Geldbörse greift und diese blitzschnell an einen Komplizen weitergibt, so Gamauf. "Allgemein kann man sagen, dass zur Weihnachtszeit ein Anstieg von Taschen- und Trickdiebstählen zu verzeichnen ist", meinte der Kriminalist.

Ertappt man, was eher selten vorkomme, einen Dieb auf frischer Tat, sollte man die Reaktion der Situation und der Umgebung anpassen. In der Nähe anderer Menschen wie etwa in einem Geschäft sollte man "auf jeden Fall laut schreien: Halt! Dieb!", um andere auf den Vorfall aufmerksam zu machen, empfiehlt Gamauf. Ist man hingegen alleine unterwegs, sei es ratsam, sich nicht auf ein Handgemenge einzulassen.

Wenn es doch passiert
Wird man Opfer eines Diebstahls, gelte es, Kredit- und Bankomatkarten unverzüglich sperren lassen. Wichtig sei, auch bei kleineren gestohlenen Geldbeträgen Anzeige zu erstatten. Denn nur mit dem Wissen, dass etwas gestohlen wurde, könne die Polizei auch Maßnahmen setzen und beispielsweise die Bevölkerung informieren oder die Streifentätigkeit verstärken. Einkaufszentren würden in der Vorweihnachtszeit ohnedies stärker überwacht.
 

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