Deutschlandsberg

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Vater fackelte Haus seines Sohnes ab

Seine Ehefrau war verschwunden, da dürfte Josef H. (60) durchgedreht haben: Mit einem gekaperten Auto fuhr er im November 2013 von Leibnitz nach Deutschlandsberg und legte Feuer in der Garage des Sohns. Flammen schlugen bis ins zweite Obergeschoss, wo er seine Gattin vermutet hatte. Die Feuerwehr musste erst eine Pkw-Blockade auf der Zufahrt wegräumen. Mittwoch präsentierte sich der „Hausmann“ vor den Geschworenen unter Richter Gernot Patzak in Graz als gutmütiger, älterer Herr.

Laut Gutachterin 
nicht zurechnungsfähig
Brandstiftung und dreifachen Mordversuch hat die Staatsanwaltschaft angeklagt. „Ich war zufällig spazieren“, bietet H. als Erklärung. Allerdings regnete es stark, hatte sieben Grad und war weit nach Mitternacht. Warum er fünf Feuerzeuge mit hatte? „Ich bin Raucher.“ Aber das war auch für den Sohn, der als Zeuge vernommen wurde, neu.

Für Gutachterin Adelheid Kastner ist klar: H. war nicht zurechnungsfähig. Das nicht rechtskräftige Urteil: Brandstiftung ja, Mordversuch nein. H. wird in eine Anstalt eingewiesen.

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