Neusiedl am See

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Flugzeugabsturz in Podersdorf: Ein Toter

Im Bezirk Neusiedl am See ist am Montag beim Absturz eines Kleinflugzeuges der Pilot ums Leben gekommen. Die Maschine, eine Piper PA 18, war zur Vertreibung von Staren aus Weingärten unterwegs. Dabei kollidierte das Flugzeug nach Informationen der Feuerwehr mit einer Stromleitung, stürzte zu Boden und geriet beim Aufprall in Brand. Für den Piloten, einen 65-jährigen Wiener, kam jede Hilfe zu spät.

Das Unglück hatte sich gegen 6.15 Uhr ereignet, wenige Minuten später wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Das Flugzeug - die zur Starevertreibung benützten, kleinen Maschinen werden auch "Starfighter" genannt - stieß gegen das oberste von mehreren Stromkabeln und stürzte in einen Weingarten in der Nähe von Gols.

VIDEO: Bei diesem See kommt es zu dem tragischen Unglück

Video zum Thema Hier stürzte eine Kleinmaschine ab

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Der Pilot war laut Auskunft der Landessicherheitszentrale Burgenland allein an Bord. Weitere Personen seien nicht zu Schaden gekommen, hieß es. Ein Notarzteinsatzfahrzeug, ein Rettungswagen und die Feuerwehr Podersdorf machte sich auf den Weg zur Absturzstelle. Zunächst war auch die Feuerwehr Illmitz verständigt worden.

Beim Eintreffen der Helfer am Absturzort war das Flugzeug bereits zum Großteil abgebrannt. Die Einsatzkräfte konnten nur mehr die Reste des Flugzeugwracks löschen, so der Kommandant der Feuerwehr Podersdorf, Florian Ettl zur APA. Die Feuerwehr Podersdorf war mit vier Fahrzeugen und 25 Mann im Einsatz.

Die Vertreibung von Staren ist in burgenländischen Weinbaugebieten im Sommer in per Verordnung festgelegten Gemeinden erlaubt. Auch die zeitliche Begrenzung und die Mittel, die dabei verwendet werden dürfen - neben dem Einsatz von Flugzeugen ist auch die Vertreibung mittels Gewehrschüssen und Knallkörpern sowie durch Jäger oder Weingartenhüter erlaubt - sind darin festgelegt.

Starfighter
Der abgestürzte "Starfighter" war im nicht kontrollierten Luftraum unterwegs. Dabei handelt es sich um einen Luftraum, in dem Luftfahrzeuge nicht von einem Fluglotsen bereut werden. Für Flüge zur Stareabwehr, bei denen die Piloten teilweise in geringer Höhe unterwegs sind, ist laut Auskunft der österreichischen Flugsicherung Austro Control eine Ausnahmebewilligung erforderlich. Sie dürfen nur von besonders geschulten Piloten in dafür eigens zugelassenen Maschinen durchgeführt werden.

In den vergangenen Jahrzehnten sind im Burgenland mehrere "Starfighter" abgestürzt. Im Vorjahr hatte ein Kleinflugzeug einen Baum gestreift und war auf einem Acker niedergegangen. Die Pilotin wurde bei dem Zwischenfall schwer verletzt. Auch Todesopfer waren bereits zu beklagen. So stürzte im Oktober 1990 eine Piper 18 in Podersdorf in einen Weingarten, der Pilot kam dabei ums Leben. In einigen anderen Fällen haben Abstürze zwar mit Sachschaden, aber ohne oder mit leichten Blessuren für die Piloten geendet.

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