NÖ setzt auf Soko Ost

Arbeit aufgenommen

© ÖSTERREICH/ Kernmayer

NÖ setzt auf Soko Ost

Großer Erfolg für die Beamten des Landeskriminalamtes NÖ: Sie konnten eine moldawische Einbrecherbande fangen. Bei einem Einbruch in Wien wurden zwei Mitglieder auf frischer Tat ertappt, zwei weitere wurden in einem Zug erwischt. Trotz spektakulärem Sprung aus dem fahrenden Waggon klickten auch für sie die Handschellen.

Zwei Einbrecher auf der Flucht
Neun Männer zwischen 16 und 29 Jahren sind in Haft, zwei Einbrecher noch auf der Flucht: Nicolae Crintea (28) und Vadim Borscevschii (29) – beide sind auch unter anderen Namen bekannt – werden per Haftbefehl gesucht. 200.000 Euro Schaden richteten sie bei Coups in Häusern, Schulen und Pkws an.

Polizeiarbeit über Landesgrenzen hinweg
Für Franz Prucher, Direktor der NÖ-Sicherheitsdirektion, ist die Festnahme ein Paradebeispiel für grenzüberschreitende Polizeiarbeit. Denn die 62 Einbruchsdiebstähle wurden in Niederösterreich, Wien und Kärnten begangen: „Und Täter kümmern sich nicht um Grenzen.“ Prucher „unterstützt und begrüßt“ die Soko Ost, die am Mittwoch ihre Arbeit aufnimmt.

200 Spezialisten unterwegs
Eine „Zäsur im Zusammenhang mit der Sicherheitspolitik“ erwartet sich auch Landeshauptmann Erwin Pröll von den Fahndungen über die Bundesländergrenzen hinweg. 200 Spezialisten sind ab Mittwoch in der Ostregion unterwegs. Außerdem will man auf „enge Zusammenarbeit zwischen der Verkehrspolizei und der Kriminalpolizei“ setzen, so der Landeshauptmann.

Immer mehr Einbrüche
Vor allem die steigende Zahl der Einbrüche bereiten Landeshauptmann Pröll Kopfzerbrechen. Obwohl die Arbeit der Exekutive „exzellent“ sei – heuer seien rund 14.000 Tatverdächtige ausgeforscht worden –, gibt es immer mehr Einbrüche in Einfamilienhäuser. Besonders Mödling, Baden und das Wiener Umland sind betroffen: eine wichtige Aufgabe für die Soko Ost.

Niederösterreich setzt außerdem auf enge Vernetzung von Sicherheitsdirektion, Landespolizeikommando und Militärkommando: Regelmäßig finden im Landhaus Sicherheitsgespräche zur aktuellen Situation mit Landeshauptmann Pröll statt.

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