Nach Todes-Schüssen: Beamte wieder im Dienst

"Falsche Cops"

Nach Todes-Schüssen: Beamte wieder im Dienst

"Den beiden Kollegen geht es nicht besonders gut. Aber Waffengebrauch gehört nun mal zum Beruf“, sinniert Kripo-Chef Franz Polzer zwei Tage nach den „sechs bis sieben“ Polizei-Schüssen auf drei mutmaßliche, als Cops getarnte Räuber. Wie berichtet, war dabei der Rumäne Vasile C. (24) gestorben.

Aussage
Seine verletzten Komplizen wurden nun aus dem Spital entlassen und in getrennte Gefängnisse verlegt: Nach Krems bzw. nach Wien. „Wir wollten mit ihnen reden, doch sie schweigen sich aus“, berichtet Kriminalist Polzer. Allerdings nur gegenüber der Polizei: Vor dem U-Richter habe einer der Männer nun ausgesagt, so Werner Geyer (Staatsanwaltschaft Korneuburg) – nennt aber keine Details.

Betreuung
Von den beiden Cops, die auf die flüchtenden (und, wie sich herausstellte: unbewaffneten) Rumänen geschossen hatten, hat einer die angebotene psychologische Betreuung in Anspruch genommen. Dennoch: „Sie sind beide wieder im Dienst“, sagt ihr Chef Polzer.

Nachspiel
Dazu Polizei-Gewerkschafter Franz Hofko: „Das ist üblich, auch wenn gegen sie ermittelt wird.“ Der Hintergrund: Die Beamten werden sich vor einem Gericht für die Schüsse verantworten müssen. Indes ermittelt nun auch das (unter Cops gefürchtete) Büro für Interne Angelegenheiten, ob der Waffeneinsatz legitim war. „Routinemäßig“, heißt es.

(lef)

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