Nach Todesschuss schweigen die falschen Polizisten

Kommission ermittelt

Nach Todesschuss schweigen die falschen Polizisten

Mit Schüssen auf ein Fluchtfahrzeug an der Wiener Außenring-Schnellstraße S1 bei Schwechat ist Samstag früh eine Überfallserie dreier "falscher Polizisten" auf Autobahnen in Ober- und Niederösterreich beendet worden. Ein Rumäne starb, wie die Obduktion bestätigte, an einer Schussverletzung. Wie in solchen Fällen üblich, ermittelt jetzt eine eigene Kommission den Hergang.

2 mutmaßlichen Mittätern schweigen
Die beiden ebenfalls getroffenen mutmaßlichen Komplizen befinden sich in gutem Zustand. Sie zeigen sich laut Polizei aber nicht kooperativ und machen keine Aussagen. Die Vorgehensweise bei neun Überfällen auf Lenker von Wagen mit ausländischen Kennzeichen zeigt - u.a. mit Einsatz von Blaulicht - allerdings eine Handschrift. Die Coups dürften also von ein und derselben Bande verübt worden sein.

Phantombild des Fahrers von der Polizei

Phantombild des Beifahrers von der Polizei

Immer das gleiche Schema
In acht Fällen liegen den Kriminalisten gleichlautende Aussagen der Opfer vor: Demnach trat jeweils derselbe - nun verletzte - Verdächtige als Erster in Aktion, der schon durch seine Körpergröße von 2,05 Metern einschüchternd gewirkt hat. Die "Kontrollierten" wurden zum Aussteigen aufgefordert bzw. aus ihren Fahrzeugen gezerrt, während ein anderer das Auto durchsuchte. Das verdächtige Trio hatte es nur auf Bargeld abgesehen, in keinem Fall wurden den Opfern Wertgegenstände abgenommen.

Um der Bande das Handwerk zu legen, hatten sich Zivilfahnder zur Beobachtung des nächtlichen Geschehens auf Autobahnstationen postiert. So wurden sie selbst zu "Opfern" der Räuber.

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