Kochlöffel-Rebellin geht ins Gefängnis

Graz

Kochlöffel-Rebellin geht ins Gefängnis

1979 haben Ushij und ihr Mann Rupert einen Bioladen gegründet, er ist mittlerweile Österreichs ältester. „Wir kochen lakto-vegetarisch“, sagt Ushij Matzer zu ÖSTERREICH. Sie schwört dabei auf Holzbretter und Holzkochlöffel: „Plastik ist besser abwaschbar, aber ich will kein Essen, wo eventuell Plastik drin ist.“

Das Grazer Gesundheitsamt sah das bei einer Kontrolle 2011 anders. Die EU-Hygiene-Verordnung schrieb nämlich die Verwendung von Plastik-Utensilien vor.

Verfahren
Ushij Matzer weiter: „Wir wurden als eine Großküche eingestuft, was nicht korrekt ist, wir sind ein Zwei-Personen-Betrieb.“

Bescheide und Einsprüche wechselten sich ab, schließlich landete der Kochlöffel-Streit vor Gericht. Das Urteil: fünf Tagessätze zu je 100 Euro. Das wurde in der Berufung auf die Hälfte reduziert. Zahlen kann und will Matzer die Strafe trotzdem nicht: „Ich habe ein Einkommen von 1.400 Euro, ich bin praktisch nicht exekutierbar.“

Leitl besucht sie
Die Kochlöffel-Rebellin tritt stattdessen die Ersatz-Freiheitsstrafe von 2,5 Tagen an. Jetzt meldete sich dazu Wirtschaftskammer-Boss Christoph Leitl: „Ich werde sie besuchen . . .“

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