Kindsvater erwürgte Jung-Mama

Kinderdorf-Mord: Was wird aus dem Baby?

Eine traurige Kindheit wiederholt sich jetzt auf dramatische Weise: Schon Mama Rebecca M. (21) war ohne ihre Eltern im Kinderdorf aufgewachsen. Schlaflose Nächte, Albträume und schlimme Kinderkrankheiten. Das alles überstand Rebecca ohne Mama und Papa in der Obhut des SOS-Kindersdorfs. Doch ihre „Schwestern“ und „Brüder“ in der Waisen-Einrichtung und nicht zuletzt ihre dortige Ziehmama gaben ihr den familiären Rückhalt, den jeder Mensch braucht. Mit 17 Jahren zog Rebecca aus und verliebte sich in den gebürtigen Bosnier Jelenko R. Bei und mit ihm fand sie dann, was ihr gefehlt hatte: endlich eine eigene Familie.

Ersatz-Eltern
Im April wurde Töchterchen Johanna geboren. Rebecca war überglücklich. Doch das Glück und die Liebe zum Kindsvater zerbrachen. Vor zwei Monaten trennten sie sich – was der 26-Jährige aber nicht verkraftete. In der Nacht auf Samstag erwürgte er Rebecca M. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Das Baby lag in seinem Kinderbettchen, als der Papa die Mama tötete. Noch so klein, doch schon so eine große Ungewissheit auf den Schultern: Wer kümmert sich um das Baby, wo wird es aufwachsen? Auch im Kinderdorf wie einst seine Mutter? Oder nimmt die Schwester des mutmaßlichen Täters, Jelena G., das Mädchen bei sich auf?

„Das weiß ich noch nicht, bin mit den Nerven völlig fertig“, sagt die Frau, die selbst Mutter ist, gegenüber ÖSTERREICH.

Die ersten Tage nach dem Schicksalsschlag verbrachte Baby Johanna im SOS-Kinderdorf. „Es ist herzzerreißend. Am Donnerstag mussten wir die Kleine einer Krisenpflegefamilie übergeben“, sagt ein Kinderdorf-Sprecher. Wie lange das Baby bei dieser Familie leben wird, und wie es dann weitergeht, ist bislang fraglich. Nur eines steht fest: Auch ihren Vater Jelenko R. wird die Kleine wohl nie mehr sehen …

(abs, kor)

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