Sonderthema:
Streit um Nikolo-Verbot an Wiener Schule

Wien-Floridsdorf

Streit um Nikolo-Verbot an Wiener Schule

Die Eltern der Volksschule in der Jochbergengasse in Floridsdorf sind empört – aus Angst vor Repressionen wandten sich jetzt einige von ihnen mit der Bitte um Anonymität an ÖSTERREICH. „Hier läuft Integration völlig falsch, bitte helfen Sie uns“, so ein besorgter Vater, der eine Liste der teils rechtswidrigen, teils einfach Ärger hervorrufenden Fakten erstellte:

  • Der Nikolo hat seit Jahren Hausverbot, aus Rücksicht auf den hohen Anteil an nicht-christlichen Kindern sind alle christlichen Symbole verpönt.
  • Das Christkind muss ebenfalls draußen bleiben. Das Weihnachtsfest heißt jetzt Winterfest. „Weil wir Kinder aus anderen Religionen nicht unter Druck setzen“, wurde den protestierenden Eltern beschieden.
  • Schweinefleisch gibt es folgerichtig keines.
  • In den Klassen wurde das Kruzifix abgenommen.
  • Auf die empörte Elternfrage, warum auch das Bild des Bundespräsidenten fehle, wurde angeblich gesagt: „Wenn eine Kontrolle kommt, hängen wir es halt wieder auf.“
  • Die Verschleierung von Dutzenden Mädchen ab dem Alter von sieben Jahren ist dagegen keine Diskussion in der Lehrerschaft wert. „Das ist Religionsfreiheit, hat es geheißen“, so der empörte Vater.
  • Abmeldungen vom Schwimm- und Turnunterricht aus religiösen Gründen werde – obwohl in Pflichtgegenständen eigentlich rechtswidrig – dagegen widerspruchslos toleriert.
  • Türkischunterricht ist freilich wiederum verpflichtend, wie der staunende Vater erkennen musste: „Beim Durchsehen der Hausaufgaben stellte ich fest, dass mein Sohn einen Türkisch-Sprachkurs machen muss. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass das sowohl Teil des Deutsch- als auch des Sachunterrichts sei. Die Direktorin findet das sehr positiv. Wir Eltern sagen, dass nicht unsere Kinder in die türkische Community, sondern die türkischen Kinder in Wien integriert werden sollen.“

FPÖ-Stadtrat Toni Mahdalik fordert Stadtrat Jürgen Czernohorszky zum Handeln auf: „Die Unterwerfung vor dem Islam wird immer bizarrer. So kann Integration nicht funktionieren, so weiten sich Parallelgesellschaften immer mehr aus.“

Der Wiener Stadtschulrat weist die Vorwürfe in einer Stellungnahme zurück. Der Elternverein habe keinen Nikoloauftritt an dieser Schule organisiert. 

Update zur Reaktion des Stadtschulrats auf die Nikolaus-Story:  

Eltern bestätigen ÖSTERREICH-Bericht über Nikolo-Konflikt in Wiener Volksschule

Zur Aussendung des Wiener Stadtschulrats bezüglich der Berichterstattung über die Volksschule Jochbergengasse stellt die Tageszeitung ÖSTERREICH folgendes fest (die wesentlichen Punkte beruhen auf Aussagen betroffener Eltern):

Die Fakten in der ÖSTERREICH-Berichterstattung zur Volksschule Jochbergengasse sind überprüfbar und stimmen. Es haben sich empörte Eltern mit der Bitte um Wahrung ihrer Anonymität an die Tageszeitung ÖSTERREICH gewandt und sie bestätigen nun die Fakten des ersten ÖSTERREICH-Berichts.

Es gab sehr wohl eine Diskussion unter den Eltern über die Abwicklung der Nikolausfeiern. Dabei wurde entschieden, dass alle Kinder Nikolaussackerln erhalten, aber ein Nikolaus in Person nicht an die Schule kommen solle, weil die Lehrerschaft argumentierte, dass die Kinder Angst hätten. Tatsächlich liegt ÖSTERREICH auch die Einladung zu einem Winterfest vor, wo unter anderem auch Weihnachten erwähnt wird. Was aber die Eltern so empörte, ist die Tatsache, dass ihnen mitgeteilt wurde, dass aufgrund der Rücksichtnahme auf andere Religionen das Fest jedenfalls Winterfest zu heißen habe.

Zum Thema Schweinefleisch: Dieses wird tatsächlich nicht von der Schule, sondern vom im selben Gebäude befindlichen Hort nicht verabreicht, was in den Augen der Eltern auch Teil des Gesamtklimas an dieser Schule ist.

Die Nicht-Teilnahme am Schwimmunterricht durch mehrere Mädchen islamischen Glaubens werde von den Lehrern hingenommen. Das wurde auch in Gesprächen den Eltern so mitgeteilt.
ÖSTERREICH hat nie behauptet, dass beim Einsatz von muttersprachlichen Unterrichtsmaterialien in Türkisch irgendwelche Gesetze verletzt wurden, sondern gab nur den Eindruck der Eltern wieder, dass hier Integration in eine falsche Richtung laufe.

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