Auch Kurz und Kern bringen keine Wende – aber ÖVP kann nach Klausur leicht zulegen.
Die große Umfrage-Wende hat die Regierungs-Klausur nicht gebracht. Das zeigen die neuesten Ergebnisse der Lazarsfeld Gesellschaft (2.000 Befragte, 5.1.-14.1.), in denen die Klausur zumindest teilweise schon enthalten ist.
Zwar kann die ÖVP mit +2% leicht zulegen und kommt mit 21% erstmals in diesem Jahr wieder über 20%.
Die FPÖ bleibt mit 35% (–1%) aber uneinholbar auf Platz 1 – und liegt damit 14% vor der Kanzlerpartei.
Keine positiven Auswirkungen hat die Klausur hingegen auf die anderen beiden Regierungsparteien:
Die SPÖ grundelt weiter bei 18% herum – ihrem absoluten Tiefstwert.
Und die NEOS sind mit 9% hinter den Grünen, die immerhin auf 10% kommen.
Kickl schlägt auch Kurz und Kern klar
Zumindest ein schwacher Trost für Christian Stocker und Andreas Babler: Auch mit den immer wieder gehandelten Alternativ-Spitzenkandidaten Sebastian Kurz und Christian Kern würden ihre Parteien derzeit nicht besser abschneiden.
Die ÖVP käme mit Sebastian Kurz nur auf 19% – sogar 2% unter dem derzeitigen Wert mit Christian Stocker.
Die SPÖ wäre mit Christian Kern überhaupt nur bei 18% – also gleich schlecht wie mit Andreas Babler.
Herbert Kickl scheint nicht zu stoppen zu sein: Die FPÖ käme bei einem Antreten von Kurz und Kern auf 36%.
Der blaue Durchmarsch zeigt sich auch bei der Kanzlerfrage: Hier liegt Herbert Kickl mit 32% einsam und verlassen in Führung.
Der amtierende Kanzler Christian Stocker ist mit nur 13% bereits meilenweit dahinter. Vizekanzler Andreas Babler landet diese Woche nicht nur hinter Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, sondern wird sogar von Grünen-Chefin Leonore Gewessler eingeholt.