Bund: SPÖ zieht davon, FP stürzt ab Bund: SPÖ zieht davon, FP stürzt ab

ÖSTERREICH-Umfrage

© TZ ÖSTERREICH/Kernmayer, Gallup

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Bund: SPÖ zieht davon, FP stürzt ab

Nicht nur in Kärnten schlagen die Korruptionsskandale hohe Wellen: Die aktuelle Gallup-Umfrage im Auftrag von ÖSTERREICH (Sonntagsausgabe, 400 Befragte, 1.8. bis 3.8.2012) bringt auch bundesweit ein Polit-Beben: Wären diesen Sonntag Nationalratswahl, wäre die SPÖ mit 29 Prozent (+1%) klar auf Platz 1. Dramatisch sind die Auswirkungen des Kärnten-Skandals auf die FPÖ: Die Freiheitlichen liegen mit 21 % (-2%) bereits 8 Prozent hinter der SPÖ und gleichauf mit der ÖVP (ebenfalls 21%, +/- 0%).

Lesen Sie aktuell: Kärnten: Mehrheit für Rot-Grün, FPK halbiert >>>

Die Grünen stagnieren bei 12 Prozent (+/- 0), die Partei von Frank Stronach und die Piraten würden mit jeweils 6 Prozent den Einzug in den Nationalrat schaffen. Das BZÖ würde mit 2 Prozent hingegen aus dem Parlament fliegen.

Umfrage: Wie korrupt sind die Parteien?
Umfrage: Wie korrupt sind die Parteien?

Grund für den Absturz der FPÖ: 69 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Freiheitlichen "sehr stark" in Korruption und illegale Parteifinanzerung verwickelt sind. Je 62 % glauben das von der ÖVP und dem BZÖ. Bei der SPÖ sehen 28 % eine starke Verwicklung in Korruptionsfälle, bei den Grünen sind es nur 6 Prozent.

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Ex-Vizekanzler: "Scheuchs sind in ihrer Phänomenologie Nazi-Buam"

ÖSTERREICH: Die Kärntner Affären haben die ÖVP schwer getroffen. Was tun?
Erhard Busek: Ein völliger Umbau und Neustart ist nötig. Die ÖVP war ja abgesehen von der Amtszeit Christof Zernattos nie wirklich an der Macht beteiligt. Dazu kommt, dass die Bundespartei die Landesorganisation sträflich vernachlässigt hat. Man hat zugeschaut, aber nie etwas getan.

ÖSTERREICH: Muss ÖVP-Chef Michael Spindelegger mehr eingreifen?
Busek: Ja, sollte er. Wir haben einen Zusammenschluss von neun Landesfürstentümern mit einer ganz schwachen Bundespartei. Und das in einer Zeit, in der Entscheidungen immer rascher und zentraler fallen müssen.

ÖSTERREICH: Was fällt Ihnen zur FPK und den Brüdern Scheuch ein?
Busek: Ich kenne die Kärntner Parteien nicht so gut. In ihrer Phänomenologie (Erscheinungsbild, Anm.) sind die beiden natürlich Nazi-Buam. Der berühmte nationale Hintergrund, da weiß ja jeder, was gemeint ist.

>>> Porträt: So tickt der neue Scheuch

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