Ein Kommentar von Politik-Chefredakteurin Isabelle Daniel über den mutigen Aufstand der Iraner gegen die Mullahs
„Bitte schaut hin. Bitte helft uns“, flehen jene im Iran, die trotz blutigster Repressalien des Regimes weiter demonstrieren.
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Und die Welt? Die scheint derzeit – außer den USA – in einer Schockstarre. Dabei haben die mutigen Demonstranten von Teheran bis Bandar-e-Abbas das Unrechtsregime des Ayatollah Khamenei erstmals seit deren Machtübernahme 1979 ins Wanken gebracht.
Zumindest die USA haben verstanden, dass sich der einst wohlhabende Staat – die Mullahs haben durch ihre Korruption und Milliarden-Investitionen in weltweiten Terror das Land völlig herabgewirtschaftet – am Kipppunkt befindet.
Lasst Menschen nicht umsonst sterben!
Es ist eine historische Chance: Die traditionellen Verbündeten der Mullahs – Syriens einstiger Machthaber Assad, die Terrormiliz Hisbollah und Russland – sind entweder bereits weg, massiv geschwächt oder wie Moskau selbst in einem Krieg verwickelt. Nur die Demonstranten brauchen Hilfe der freien Welt.
Der Sturz des Mullah-Regimes würde das Leben von Millionen von Iranern – speziell auch der Frauen – verbessern. Und den Rest der Welt eine Spur sicherer machen. Und es würde mit dem Sohn des letzten Schahs – Reza Pahlavi – ein vernünftiger Übergangs-Präsident parat stehen, der dem einst stolzen Persien wieder seine Lebensfreude zurückgeben könnte. Lasst diese einmalige Chance nicht verstreichen und zigtausende Menschen umsonst sterben.