Das Duell der Polit-Feste

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Das Duell der Polit-Feste

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Der Kanzler lädt zur Party nach Altmannsdorf. Erwin Pröll zum Sommerfest nach Laxenburg. Raiffeisen mit Josef Pröll ins Palais Liechtenstein. Und alle an einem Abend. Dienstags.

"Prominente" aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Medien haben die Qual der Wahl: Denn gleich drei politische Top-Feste finden just am Dienstagabend statt:

SP-Kanzler Werner Faymann lädt zum roten Sommerfest ins Gartenhotel Altmannsdorf. Rund 2.500 bis 3.000 Gäste werden erwartet. Die musikalische Unterhaltung im Garten des SP-eigenen Hotels übernimmt „Velvet Elevator featuring Tini Kainrath“. Am Buffet werden mediterrane Speisen kredenzt: Pasta, Fische, Meeresfrüchte, an denen sich etwa Magna-Gründer Frank Stronach delektieren kann. Und natürlich wird auch das rote Ministerteam vollständig erscheinen. Fehlen wird dagegen Ex-Kanzler Gusenbauer, der ebenso „verhindert“ ist, wie die Künstler Andre Heller, Erika Pluhar oder Harald Krassnitzer. Komplett abwesend ist die komplette ÖVP-Regierungsriege – sie wurde gleich gar nicht eingeladen.

Pröll macht Konkurrenz-Fest, doch Pröll jun. geht zur RZB
Die schwarzen Granden haben heute ohnehin ein Über-Angebot an Festen: Niederösterreichs mächtiger VP-Landeschef Erwin Pröll lädt – pikanterweise zeitgleich zum Kanzler – zum „Sommernachtsfest“ ins Schloss Laxenburg, wo die gesamte VP-Prominenz erwartet wird.

Der nicht minder mächtige Raiffeisen-General Christian Konrad lädt zusätzlich – noch pikanter – ebenfalls zeitgleich zur Raiffeisen-Party ins Palais Liechtenstein. Wirklich „wichtige“ Prominente – wie etwa ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz – werden deshalb an einem Abend bei allen drei Festen antanzen.

Ex-Vizekanzler Josef Pröll dürfte hingegen – noch pikanter – nur die Raiffeisen-Party beehren, und beim Fest des Onkels demonstrativ fehlen.
 

Faymann führt als Kanzler in der EU

Kanzler Faymann siegt im EU-Ranking der Kanzler-Frage. Merkel, Sarkozy liegen weit zurück.

In der Kanzlerfrage – „Wen würden Sie direkt zum Kanzler wählen?“ – hat ausgerechnet Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann derzeit in der gesamten EU die besten Werte.

Laut einer von Ifes zusammengestellten europaweiten Umfrage, bei der alle regierenden Kanzler gegen ihren jeweils stärksten direkten Konkurrenten abgefragt wurden (Faymann gegen Spindelegger) würde Faymann in Österreich 49 % erreichen, Spindelegger nur 35 %. Das wäre die höchste Zustimmung in der gesamten EU.

Deutschlands CDU-Kanzlerin Angela Merkel liegt mit 43 % knapp zurück. Besonders schlecht schaut es für Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy aus: Er erreicht nur 41 %. In Italien würde Silvio Berlusconi gar nur mehr 24 % direkte Stimmen erhalten, in Spanien Zapatero auch nur mehr 25 %.

Die exklusiven Gästelisten sehen Sie auf der nächsten Seite.

Autor: Isabelle Daniel
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