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Irrer Schlagabtausch

"Es reicht!" Strache wettert weiter gegen syrischen Flüchtling

Seit gestern liefern sich der syrische Flüchtling Aras Bacho und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ein erbittertes Duell über die Medien und Facebook. Aras Bacho hatte gestern via oe24.at einen offenen Brief an Strache und die FPÖ publiziert. Darin kritisiert er die Stimmungsmache gegen Flüchtlinge. Flüchtlinge bräuchten anfangs eben Geld, um sich etwas aufzubauen. Straches Antwort kam prompt und direkt. Integration sei keine Hol-, sondern Bringschuld, schrieb der FPÖ-Chef. „Sie müssen sich unserer westlichen Lebensweise anpassen. Unterstützung für Ihren Weg bei uns bekommen Sie mehr als genug.“ Bacho solle gefälligst sein Heimatland Syrien wieder aufbauen. Zum Schluss bezeichnete er den Brief als „rotzfrech“ und riet dem Flüchtling: „Wenn Sie das nicht verstehen, dann lassen Sie es sich übersetzen.“

Bacho: "Herr Strache, erziehen Sie Ihre Wähler"

Aras Bacho schoss zurück. In einem Antwortschreiben attackierte er Strache erneut und dazu auch seine Wähler. „Herr Strache, Sie haben keine Ahnung“, lautete der Titel des Briefs. Er beanstandet die Hasskommentare, die von Rechtswählern unter seinen Artikeln auf seiner Facebook-Seite hinterlassen wurden. Er forderte, Strache solle seine Wähler „erziehen“.

Video zum Thema Wut-Flüchtling Aras Bacho im Interview
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Strache: "Schon mal etwas von Dankbarkeit gehört?"

Es dauerte nur wenige Stunden, bis Strache auch auf diesen Brief Aras Bachos antwortete. Auf Facebook attackiert er den syrischen Flüchtling erneut. „Schon mal etwas von Dankbarkeit gehört? Demut? Hilfsbereitschaft?“ Bacho soll nicht auf seinem „hohen Ross des Linkspopulismus“ herumreiten, sondern mit der „Nächstenliebe“ beginnen, so Strache. „Schauen Sie wo Ihr Beitrag sein könnte. Außer Ihren verbalen Ergüssen. BEVOR Sie prophylaktisch meine Wähler beleidigen!“

Am Ende seines Postings stellt Strache dann fest:  „Es reicht! Personen wie Sie sind der Grund dafür. Sie schaden sogar jenen Menschen, die wirklich Hilfe durch Asyl benötigen.“ Dann fordert der FPÖ-Chef Bacho auf zu lernen, „was Dankbarkeit und Demut bedeutet. Und noch eine kleine Lernaufgabe für Sie - konstruktive Kritik. Damit kann man dann vielleicht auch etwas anfangen."

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