Flüchtlinge: Erhöhte Kontrollen am Brenner

Laut Platter

Flüchtlinge: Erhöhte Kontrollen am Brenner

Die Intensität der bestehenden Kontrollen im Grenzraum am Brenner soll angesichts aktueller Zahlen aufgegriffener Illegaler nochmals erhöht werden. Dies sei mit Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) vereinbart worden, teilte der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Dienstag mit. Man habe "nach wie vor Handlungsbedarf", erklärte der Landeshauptmann.

"Tirol darf nicht zum Wartesaal illegal Zugewanderter werden. Wir haben immer kommuniziert, dass wir die Situation weiter genau beobachten werden. Jetzt ist es an der Zeit, die Kontrollen weiter zu verstärken", so Platter. Laut aktuellster Zahlen des Innenministeriums wurden heuer bisher insgesamt knapp 45.000 illegal eingereiste Migranten in ganz Österreich aufgegriffen, mit 10.242 habe es in Tirol die meisten Aufgriffe unter allen Bundesländern gegeben. Die überwiegende Zahl dieser Personen werde in das Land, aus dem sie eingereist sind, zurückgebracht.

Polizeikontrollsystem funktioniert

"Dass in Tirol so viele illegal Eingereiste aufgegriffen werden konnten, zeigt, dass das engmaschige Polizeikontrollsystem funktioniert. Dafür gebührt allen Beteiligten, allen voran den vielen Polizisten im Grenzraum Brenner mein ehrlicher Dank", sagte Platter. Die bisherigen Polizeikontrollen im Grenzraum hätten dazu geführt, dass es nicht zu einer ungebremsten und unkontrollierten Einreise illegaler Fremder nach Tirol gekommen sei.

Tirols Landespolizeidirektor Helmut Tomac meinte indes in der "Tiroler Tageszeitung" (Dienstagsaugabe), dass der Druck für ein Grenzmanagement am Brenner in den nächsten Monaten größer werde. Er sprach von einer Frage der Zeit, bis Grenzkontrollen notwendig würden. "Ich gehe davon aus, dass heuer die Schallmauer von 200.000 Anlandungen in Italien erreicht wird", so Tomac. Im gesamten Vorjahr waren es 153.000.

Aufgriffe gestiegen

Die Aufgriffe am Brenner sind laut dem Landespolizeidirektor in den vergangenen Wochen wieder auf 20 bis 40 Personen pro Tag gestiegen und haben sich auf diesem Niveau eingependelt. An den Wochenenden seien es 50. Nur zu einem geringen Teil handle es sich dabei um Kriegsflüchtlinge, so Tomac. Die meisten stammten aus afrikanischen Ländern wie Nigeria, Marokko, Somalia, Gambia und Eritrea bzw. aus Afghanistan oder Pakistan. Erst danach rangierten die Syrer.

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