27. Oktober 2008 09:51
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Tod von Jörg Haider hat unser Land tief bewegt. Viele können und
wollen nicht glauben, daß es diesen großen Mann nicht mehr gibt.
Ich habe meine Homepage meinen Lesern geöffnet, um eine offene und
uneingeschränkte Diskussion zum Tod Jörg Haiders zu ermöglichen.
Ich sehe mich aber nun aufgrund der intensiven Diskussionen zu einer
Klarstellung und Kommentierung veranlaßt:
1.) Die Berichterstattung der sogenannten linken Zeitgeist-Medien ist
zum Teil haarsträubend, noch schlimmer sind ihre „intellektuellen“
Kommentatoren. Es ist kaum zu glauben, welch großer Haß in diesen Leuten
drin steckt. Wenn sie könnten, würden sie wahrscheinlich ins Grab
nachspucken und gleich drauf jeden rechten Politiker eigenhändig erschlagen.
2.) Peter Westenthaler hat sich bei der Nationalratssitzung am
20.10.2008 bei allen bedankt, die in den letzten Jahren den Weg Jörg Haiders
begleitet haben – in welcher Form auch immer. Man möchte glauben, daß diese
versöhnlichen Worte von allen Parlamentariern wenigstens mit einem
Höflichkeitsapplaus bedacht werden. Weit gefehlt: Aus der roten Ecke kam nur
verhaltene Zustimmung, von den Grünen klatschte niemand. Soviel zur
menschlichen Größe einiger unserer Volksvertreter.
3.) Mich persönlich hat der Tod Jörg Haiders tief getroffen, auch wenn
wir oft anderer Meinung waren und auch wenn wir uns in den letzten Jahren
oft bekämpft haben. Immer stand der persönliche Respekt im Vordergrund
unserer Begegnungen. Ich bin dem Schicksal sehr dankbar, daß ich mich mit
Jörg Haider im Sommer dieses Jahres aussöhnen konnte. Ich kann mich gut an
ein Gespräch im August erinnern, in welchem er humorvoll anmerkte, daß es
„sehr lange“ gebraucht hätte, bis wir so freundschaftlich mit einander
umgehen können.
Vergessen waren die beiden Parteiausschlüsse, wir sahen gemeinsam in eine
optimistische Zukunft für Kärnten mit interessanten Ideen.
4.) Der Tod relativiert vieles. Viele Dinge, die mir bis vor kurzem
wichtig waren, haben mit einem Schlage an Bedeutung verloren. Das politische
Tagesgeschäft ist ein grausiges Hick Hack und verdient keine Beachtung.
Langfristige und positive Pläne sind entscheidend und nur diese können
unserem Land und unserem Volk dienen. Auch aus diesem Grunde bedaure ich den
Tod des Kärntner Landeshauptmannes ganz außerordentlich. Haider war in
seiner Entwicklung deutlich ruhiger und souveräner als noch vor wenigen
Jahren. Was hätte dieser Mann uns allen in hohem Alter noch an Weisheit und
Visionen geben können, mit 80 oder 90?
5.) Verschwörungstheorien: Es geistern viele Theorien über den
Unfallhergang in der Nacht des 10.10.08 herum. Ich bin kein Anhänger von
allzu großen Mystifizierungen. Ich höre mir aber alles an und lasse auf
meiner Homepage jede Diskussion zu. Ich gebe allzu eifrigen Schreiberlingen
daher den dringenden Rat, nicht jeden Eintrag auf meiner HP als meine eigene
Meinung fest zu machen. Das österreichische Wochenblatt „Profil“ und die
bundesdeutsche „Financial Times“ haben sich sehr weit hinausgelehnt und mir
angedichtet, ich sähe den MOSSAD hinter dem Tod Jörg Haiders. Ich denke, das
ist sehr weit hergeholt. Ich habe die zuständigen Redakteure bereits
gebeten, sorgfältiger zu recherchieren und sich bei Fragen direkt an mich zu
wenden.
Die Trauer über den Tod Jörg Haiders wird noch lange anhalten, sein Leben
ist aber bereits ein Mythos. Unsere Trauer können wir am besten überwinden,
wenn wir nun den Blick in die Zukunft richten und die vielen Wege, die uns
JH aufgezeigt hat beschreiten und visionär nach neuen Wegen suchen.