Kruzifix: 1. Klage eingebracht

NÖ-Vater gegen Kreuz

 

Kruzifix: 1. Klage eingebracht

Ein Vater aus Niederösterreich hat jetzt Österreichs erste Klage gegen Kruzifixe in Schulen und Kindergärten eingebracht. Der Mann möchte anonym bleiben – gegenüber ÖSTERREICH begründet er seine Klage so: „Da hängt ein Kruzifix an der Wand, das ist fast größer als meine dreijährige Tochter.“

Über das Kruzifix-Urteil des europäischen Menschenrechts-Gerichtshofes in Straßburg sei er sehr froh gewesen, sagt der Niederösterreicher, denn: „Mir passt es nicht, was da im Kindergarten an christlicher Erziehung abläuft. Das überschattet die elterliche Erziehung völlig.“ So müsse seine Tochter bei jedem noch so kleinen Fest in die Kirche mitgehen – auch dass das konfessionslose Kind dort stets von einem Pfarrer gesegnet werde, störe ihn sehr: „Wir als Eltern werden da nicht einmal gefragt.“

Kläger bleibt alleine
Doch der Mann ist damit allein auf weiter Flur: Niederösterreichs zuständige Landesrätin Johanna Mikl-Leitner versicherte umgehend: „In Niederösterreichs Kindergärten wird es weiterhin Kreuze geben.“ Es sei ein „Kampf für unsere christlichen Werte und Traditionen“, den sie „gerne“ aufnehme, so Mikl. Die Kreuze seien „Ausdruck von Werten wie Toleranz, dem Umgang miteinander und sozialer Kompetenz, die noch niemandem geschadet haben“.

Die Klage rief auch die FP auf den Plan. General Herbert Kickl glaubt, dass SPÖ und die Grünen hinter der Klagen stünden.

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