15. März 2010 12:57
Die Plattform "Lichtertanz gegen Rosenkranz", vom
SJ-Bundesvorsitzenden Wolfgang Moitzi koordiniert, hat ein erklärtes Ziel: "Barbara
Rosenkranz muss so wenig Stimmen wie möglich erhalten." Eine
Wahlempfehlung für Fischer gab es zwar von Moitzi nicht. Dass er aber als
SJ-Vorsitzender für ihn "Sympathie" hat, sei klar. Die "klare
Abgrenzung" Fischers von Rosenkranz sei gut gewesen (Fischer hatte das
Verbotsgesetz als "eine Art Feuermauer" bezeichnet, Anm.). Bei den
anderen Parteien ortet er hier durchaus noch Nachholbedarf.
Die Aktion "Lichtertanz" richte sich nicht nur gegen die Person
Rosenkranz, sondern gegen die gesamte "dahinterstehende Ideologie",
erklärte Romy Grasgruber, die im Vorjahr auch die Lichterkette rund um das
Parlament initiiert hatte. "Wir wünschen uns ein Österreich der
Vielfalt. Es ist wichtig, dass die Zivilgesellschaft den Spitzen der Politik
zeigt, dass diese Form der Politik nicht annehmbar ist." Am 25. März
findet deshalb am Ballhausplatz eine Kundgebung mit buntem Programm statt.
Auf Facebook verzeichnet die Gruppe "Gegen Barbara Rosenkranz als
Bundespräsidentin" (Initiator: Robert Slovacek) bereits fast
90.000 Mitglieder und auch bei der Veranstaltung Ende März sollen es mehrere
tausend Teilnehmer werden.
Auch
MADONNA hat eine Aktion gegen die FPÖ-Kandidatin gestartet. Prominente
Frauen von Brigitte Ederer bis Martina Fasslabend sprechen sich gegen
Rosenkranz aus.
Unterstützung von Muzicant
Der Präsident der Israelitische
Kultusgemeinde (IKG), Ariel Muzicant, hat sich am Montag hinter das Bündnis "Lichtertanz
gegen Rosenkranz" gestellt. Zwar hat er keine explizite Wahlempfehlung
für den amtierenden Bundespräsidenten Heinz Fischer ausgesprochen, meinte
jedoch: "Die einzige Empfehlung ist, wählen zu gehen und nicht Barbara
Rosenkranz zu wählen."
FPÖ ortet "Lichterl-Inflation"
Die Plattform
"Lichtertanz gegen Rosenkranz" würde mit der geplanten Kundgebung nächste
Woche ein "höchst begrenztes Demokratieverständnis" offenbaren. Die
"Lichterl-Inflation" sei ein Zeichen "politischer Intoleranz", stellte
FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl fest. Die FPÖ lasse sich in ihrem
"konsequenten Kurs für Österreich" von dieser "Hetze" jedenfalls nicht
beirren.