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Nach Polit-Wirbel: Jetzt spricht Krauss

Stadtschulrat-Vize

Nach Polit-Wirbel: Jetzt spricht Krauss

Der designierte Wiener Vize-Stadtschulratspräsident Maximilian Krauss, dessen Nominierung durch die FPÖ derzeit hohe Wellen schlägt, will sich offenbar erst demnächst zu den Vorwürfen, die dem schlagenden Burschenschafter entgegengebracht wurden, äußern. "Werde bald eine PK (Pressekonferenz, Anm.) machen und versuchen meine Gegner zu überzeugen :)", twitterte der 21-Jährige am Mittwoch.

krauss_twitter.jpg © Twitter

Pressekonferenz am Mittwoch
Via Facebook ließ Krauss zudem wissen: "Ich freue mich auf diese spannende und neue Herausforderung." Kritik an seiner gestern, Dienstag, bekannt gegebenen Nominierung kam bereits von allen anderen Rathausfraktionen sowie von SOS Mitmensch. Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ), dem die formelle Ernennung obliegt, kündigte zudem an, mit den Freiheitlichen noch ein "ergebnisoffenes" Gespräch führen zu wollen.

Geplant ist, dass Krauss am kommenden Montag im Rahmen einer Pressekonferenz Stellung nehmen wird, hieß es am Mittwoch auf APA-Anfrage in der Wiener FPÖ. Vorher seien keine Interviews bzw. Medienauftritte vorgesehen.

Krauss polarisiert mit politischen Ansichten

Krauss gilt als politisch noch kaum beschriebenes Blatt, fiel jedoch mit einigen Forderungen auf: Im April 2013 sprach er sich per Aussendung etwa dafür aus, "Kinderschänder auch bei uns chemisch zu kastrieren". Auch in Sachen Bildungspolitik vertrat Krauss immer wieder polarisierende Standpunkte: So forderte er an Schulen nicht nur die "Pausensprache Deutsch", sondern im Interview mit der Tageszeitung "Der Standard" auch "Ausländerklassen": "Das sind solche Klassen, in denen nur Leute mit Migrationshintergrund drinnen sind, die nicht ausreichend Deutsch können, um dem Unterricht zu folgen."

Seit 2012 ist der Jus-Student zudem Mitglied der Wiener FPÖ-Landesparteileitung sowie Mitglied des erweiterten Landesvorstandes. Zudem ist er laut eigenen Angaben als politischer Referent bei Rathaus-Klubobmann Johann Gudenus tätig. Bei der Nationalratswahl 2013 kandidierte die "Zukunftsansage" Krauss auf Platz 11 der Wiener Landesliste, schaffte den Einzug ins Parlament allerdings nicht. Krauss ist Mitglied der schlagenden Wiener Burschenschaft Aldania.

Werdegang
Maximilian Krauss wurde am 8. Februar 1993 in Wien geboren. Nach der Matura begann er 2011 ein Studium der Rechtswissenschaften. Schon in jungen Jahren wurde er 2006 Bezirksobmann des Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ)-Josefstadt, in den Jahren 2007 bis 2009 war er Mitglied des Landesvorstandes des RFJ-Wien. 2009 avancierte er zum stellvertretenden Landesobmann des RFJ-Wien, was er bis 2012 blieb.

Seit 2009 ist er zudem stellvertretender Bundesobmann des RFJ. Mit 2012 wurde er zum geschäftsführenden Landesobmann des RFJ-Wien. Zudem war Krauss auch in seinem Bezirk aktiv: 2010 bis 2012 war er Mitglied der Bezirksleitung FPÖ-Josefstadt. Im März 2012 wurde er 19-jährig Bezirksparteiobmann der FPÖ-Josefstadt und damit der jüngste Bezirksparteiobmann der Partei - Parteichef Heinz-Christian Strache lobte Krauss zu diesem Zeitpunkt als "Nachwuchshoffnung".
 

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