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Neue Moslem-Studie: Hälfte will Frauen nicht die Hand geben

Aufreger-Umfrage

Neue Moslem-Studie: Hälfte will Frauen nicht die Hand geben

Eine neue Studie der Donau-Universität Krems zur Einstellung von Muslimen in Österreich sorgt für Aufregung. Darin wurden über eintausend Muslime befragt, etwa die Hälfte Flüchtlinge, die andere Hälfte Muslime, die schon länger in Österreich leben.

Die Ergebnisse fallen teilweise alarmierend aus: So hat die Hälfte der Flüchtlinge Verständnis für Männer, die Frauen nicht die Hand geben wollen - und 40 Prozent der in Österreich lebenden Türken sehen das genauso. Witze über den Islam wollen gar zwei Drittel der Befragten verboten wissen, und eine gewaltsame Verteidigung der Familienehre heißt jeder dritte Flüchtling gut. Gemeinsamen Schwimmunterricht von Burschen und Mädchen lehnt jeder Fünfte kategorisch ab.

Die Ergebnisse der Studie im Detail

Derzeit leben rund 700.000 Muslime mit überwiegend türkischem und bosnischem Migrationshintergrund in Österreich. In den letzten Jahren hat auch die Zahl der Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak, zumeist Muslime, stark zugenommen.

Die Studie zeigt, dass sich die unterschiedlichen muslimischen Gruppen in ihren Einstellungen und ihrer Religiosität zum Teil unterscheiden, betont Studienautor Professor Filzmaier: „Vor allem Befragte aus Somalia bezeichnen sich selbst als sehr gläubig, auch bei Personen aus Tschetschenien ist dieser Anteil überdurchschnittlich hoch. Während sich Befragte türkischer Herkunft und aus Syrien etwas häufiger als sehr gläubig deklarieren, sagt rund die Hälfte der Personen aus dem Iran und Personen bosnischer Herkunft von sich, nicht oder eher nicht gläubig zu sein.“

Verständnis für Verweigerung des Handschlags mit Frauen

Zur Rolle des Islams in der Gesellschaft befragt, wünschen sich sieben von zehn der befragten Flüchtlinge sehr oder eher, dass der Islam in ihrer eigenen Familie eine starke Rolle einnehme. Dass der Islam auch in der Gesellschaft eine starke Rolle spielen soll, dieser Aussage stimmt ein Viertel der befragten Flüchtlinge sehr, weitere 20 Prozent eher zu.

Fast zwei Drittel der Flüchtlinge sowie rund die Hälfte der befragten Menschen türkischer Herkunft sprechen sich sehr oder eher dafür aus, dass religiöse Regeln im Alltag auf jeden Fall Platz einnehmen sollen. Auch zeigen mehr als die Hälfte der Flüchtlinge sowie über 40% der Türkeistämmigen sehr oder eher Verständnis dafür, wenn Männer Frauen nicht die Hand reichen.

Witze über den Islam sollten für zwei Drittel verboten sein

Eine Gleichberechtigung aller Religionen wird quer durch alle Gruppen mit mehr als 80% befürwortet. Knapp 60 Prozent der Flüchtlinge und Befragten türkischer Herkunft finden jedoch, dass es verboten sein soll, sich öffentlich über den Islam lustig zu machen, weitere rund 20% stimmen dieser Aussage eher zu. Gut 60% der Befragten bosnischer Herkunft sowie der Flüchtlinge meinen, dass sich der Islam an die Traditionen und die Kultur in Europa anzupassen hat, von den Personen mit türkischem Migrationshintergrund meint das knapp die Hälfte.

Israel teilweise "Feind der Muslime"

Knapp die Hälfte jener, die sich als sehr gläubig einschätzen, stimmen der Aussage zu, dass Israel der Feind aller Muslime sei. Besonders hoch ist die Zustimmung unter Somaliern sowie unter Syrern. Insgesamt stimmt ein gutes Drittel der Flüchtlinge und Personen türkischer Herkunft dieser Aussage zu, eine Mehrheit dieser Gruppe lehnt sie gleichzeitig ab. Der Aussage, dass Juden zu viel Macht auf der Welt hätten, stimmen gut ein Drittel der befragten Syrer und ein Viertel der Befragten türkischer Herkunft klar zu, ein weiteres Drittel stimmt dem eher zu.                                                                                            

Kurz sieht sich in Haltung bestätigt

Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz sieht sich durch die Studie in seiner Haltung bestätigt und fordert drei Punkte: die Migration massiv zu reduzieren, eine Reform der Sozialsysteme und konsequente Sprach- und Wertevermittlung im Bildungssystem "statt Parallelstrukturen wie Islam-Kindergärten", so Kurz.

Denn, so Kurz weiter: „Insbesondere Islamkindergärten zeigen, dass durch ethnische, religiöse und sprachliche Abschottung Integrationsprobleme in die folgenden Generationen weiter getragen werden.“

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