Österreicher gehen auch 2060 zu früh in Pension

Kommissions-Gutachten

Österreicher gehen auch 2060 zu früh in Pension

Die Österreicher werden auch im Jahr 2060 lange vor dem gesetzlichen Pensionsantrittsalter (65 Jahre bei Männern) in den Ruhestand treten. Von derzeit 58 Jahren bei Männern dürfte das Antrittsalter bis 2060 nur moderat auf rund 61 Jahre steigen. Das geht aus einem der APA  vorliegenden Gutachten der Pensionskommission hervor, das nächsten Dienstag in deren Sitzung beschlossen wird.

Die Regierung geht bisher davon aus, dass das Antrittsalter schon bis 2025 bei 60 Jahren liegt. Erreicht werden soll dies unter anderem durch die Angleichung des Frauen-Pensionsantrittsalters und den Verschärfungen bei der Invaliditäts- und Hacklerpension. Diese Annahme scheint allerdings zu optimistisch, zieht man die Unterlage der Pensionskommission heran.

Langsamer Anstieg
Aufgrund der prognostizierten Erwerbsquote lässt sich das Erwerbsaustrittsalter berechnen. Dieses liegt bei Männern derzeit durchschnittlich bei 57,8 Jahren, steigt bis 2029/30 stark an und stabilisiert sich laut Gutachten dann bei rund 61 Jahren. Bei Frauen ist der Verlauf ähnlich. Es liegt derzeit bei etwa 55 Jahren, steigt bis 2029/30 auf 59 Jahre und stabilisiert sich später bei rund 60 Jahren.

Der leichte Anstieg im Antrittsalter und die leichte Zunahme der Erwerbspersonen soll auch dazu führen, dass die Zahl der Versicherten pro Jahr um rund 0,1 Prozent ansteigt. Zusammen mit dem Anstieg der durchschnittlichen Beitragsgrundlagen um 1,6 Prozent pro Jahr ergibt dies einen Anstieg der Gesamteinnahmen um rund 1,7 Prozent pro Jahr. Gemessen am BIP steigt der Anteil der Gesamteinnahmen somit von derzeit 8,8 Prozent vom BIP auf 9,1 Prozent vom BIP im Jahr 2060.

Weitaus stärker als die Zahl der Versicherten steigt laut Gutachten jedoch die Zahl der ausbezahlten Pensionsleistungen, nämlich um rund 1,0 Prozent pro Jahr im gesamten Zeitraum 2013 bis 2060. Das bedeutet einen Anstieg von derzeit 2,3 Mio. Leistungen auf 3,6 Mio. im Jahr 2060. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die demografische Verschiebung. Weiters bleibt aber auch das angenommene Antrittsalter deutlich hinter der höheren Lebenserwartung zurück, heißt es.

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