ÖSTERREICH-Interview

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"Jede Krise ist auch eine neue Chance"

SPÖ-Kanzler Werner Faymann nimmt im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntag-Ausgabe) zur Lage seiner Partei Stellung. Zum Umfrageneinbruch (Gallup sieht die SPÖ bei 27 %, die ÖVP bei 35 %) sagt Faymann: "So schnell schockiert mich nichts - schon gar nicht kurzfristige Umfragen, in denen wir noch vor zwei Wochen klar auf Platz 1 gelegen sind. Natürlich führt eine Niederlage bei einer Regionalwahl kurzfristig zu einem Minus."

"Sicher nicht" schuld am Minus
Er sieht seine Politik nicht als Ursache für die Wahlverluste in Vorarlberg und Oberösterreich. "Ganz sicher nicht. Das weiß jeder, dass das eine Landeshauptmann-Wahl war, wo der Fels in der Brandung gewählt wurde. Und als genau das sehe ich mich auf Bundesebene auch: Als Fels in der Brandung. Jetzt gilt es klar zu sagen, wofür die SPÖ in Zukunft steht", so Faymann.

"Besseres Zusammenleben"
Konkret setzt er sich und seiner Partei folgende Ziele: "Das ist der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, dann als neues ganz wichtiges Thema der Kampf gegen die Kriminalität mit mehr Polizei, der beschleunigte Kurs für eine moderne Bildungsreform und ein neues Konzept für die Integration - bei dem es um Regeln für ein besseres Zusammenleben geht. Das wird unser großes Thema: Das bessere Zusammenleben im Land."

Kein Integrationsressort
Auch zur Diskussion um einen neuen Integrations-Staatssekretär spricht Faymann Klartext: "Es wird sicher keinen eigenen Integrations-Staatssekretär geben. 18 Regierungsmitglieder sind genug. In Zeiten der Krise gehört gespart und nicht neue Posten geschaffen. Aber Michael Häupl hat völlig recht, wir müssen als Regierung mehr für die Integration tun. Und diese Aufgaben will ich - in Abstimmung mit Häupl - verstärkt im Bundeskanzleramt wahrnehmen. Wir werden die Integration deutlich besser koordinieren."

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