SPÖ erleidet 10. Wahlminus in Folge

Wieder kein Erfolg

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SPÖ erleidet 10. Wahlminus in Folge

Die SPÖ kann nicht aufatmen. Die Burgenland-Wahl am Sonntag brachte nicht wirklich einen Erfolg. Hans Niessl hat sein Wahlziel "50 Prozent plus" verfehlt und die absolute Mehrheit verloren. SPÖ-Bundesparteichef Werner Faymann kann sich nicht über eine Trendwende freuen: Die Burgenland-Wahl reiht sich vielmehr in die Minus-Serie von nunmehr zehn Bundes- bzw. Landeswahlen seit 2006.

Kein Rückwind für Wien und Stmk
Auch Rückenwind für die Parteifreunde Franz Voves in der Steiermark und Michael Häupl in Wien - die im Herbst ihre Wahlen zu schlagen haben - verspricht die Burgenland-Wahl nicht. Der Verlust ist zwar im Stimmenanteil (minus 3,63 Prozentpunkte nach dem vorläufigen Endergebnis) mit Ausnahme der Nationalratswahl 2006 der kleinste in der langen Minus-Serie. Das aber nur, weil die burgenländische SPÖ mit dem besten roten Landtagsergebnis in die Wahl startete.

Chronischer Wählerschwund
In absoluten Zahlen hat sie mehr als 16 Prozent ihrer Wähler verloren. Und das ist mehr als bei der Wahl im roten Salzburg 2009 - aber auch als bei der Wahl im schwarzen Niederösterreich 2008. In den drei anderen schwarzen Ländern Tirol, Vorarlberg und Oberösterreich waren es allerdings zwischen 28 und 30 Prozent Wählerschwund. Und dort liegt die SPÖ mittlerweile überall am historischen Tiefststand. Dies auch im orangen Kärnten, wo sie sich 2009 nach dem Tod Jörg Haiders sogar Chancen auf den ersten Platz ausgerechnet hatte.

Minus-Serie begann mit Großer Koalition
Begonnen hat die Minus-Serie im Jahr 2006, mit der Nationalratswahl noch unter Alfred Gusenbauer. Da wurde die SPÖ zwar überraschend Erste, aber sie musste das erste Minus nach der langen Erfolgsserie unter Schwarz-Blau-Orange hinnehmen. Ein ähnlicher halber Erfolg war die Nationalratswahl 2008, da schon mit Werner Faymann an der Spitze: Zwar verteidigte die SPÖ den ersten Platz, aber sie fiel mit einem Rekord-Minus erstmals unter 30 Prozent. Ein reines Desaster war die EU-Wahl 2009 - wo die SPÖ nur 23,74 Prozent schaffte und von der ÖVP überholt wurde.

Auch bei den Landtagswahlen setzte es eine Schlappe nach der anderen - nur in Salzburg gelang es Gabi Burgstaller, trotz einem saftigen Minus den ersten Platz zu verteidigen. Ein Minus droht der SPÖ wohl auch in der Steiermark und in Wien. Denn auch in diesen beiden Ländern wird, wie nun im Burgenland, erstmals unter der 2006 wiederbelebten Großen Koalition mit SPÖ-Kanzler gewählt. Die Gemeinderatswahl im März haben die Hoffnungen des steirischen Landeshauptmannes Voves für die Steiermark auch nicht genährt: Da verlor die SPÖ mehr als fünf Prozentpunkte und fiel hinter die ÖVP zurück.

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