Schmied setzt letzte Schul-Frist bis Mittwoch

Ulitmatum

© APA

Schmied setzt letzte Schul-Frist bis Mittwoch

Die Bildungsministerin ist hörbar verärgert. Am Feiertag wurde ihr überraschend ein neues ÖVP-Papier über die Erprobung der Neuen Mittelschule übermittelt. Sie betrachtet das als „Provokation“, aber sicher nicht als Verhandlungsbasis. Wie Schmied im ÖSTERREICH-Interview betont, gehe die ÖVP mit dem Entwurf „50 Jahre zurück in die Vergangenheit“.

Zwei Alternativen
Die Bildungsministerin stellt die ÖVP nun vor zwei Alternativen: Entweder man verhandle auf Grundlage ihres Konsenspapiers oder die Schwarzen müssten die Verantwortung für das Scheitern der Reformpläne übernehmen.

Beim nationalen Schulgipfel am 13. Dezember will Schmied das zum Thema machen. Rückenwind wird die Ministerin bis dahin wohl von den neuen PISA-Ergebnissen, die am 4. Dezember präsentiert werden, bekommen.

Wähler sehen Stillstand bei VP
Die Wähler geben ihr jetzt schon recht: Laut einer aktuellen Gallup-Umfrage für ÖSTERREICH sehen 30 Prozent der Befragten die ÖVP als Verursacher des Stillstandes bei der Schulreform, nur 20 Prozent die SPÖ. Auch 13 Prozent der ÖVP-Wähler sehen ihre eigene Partei in dieser unrühmlichen Rolle.

Nur Theaterdonner
ÖVP-Wissenschaftsminister Johannes Hahn will indes die Aufregung am Minoritenplatz nicht verstehen: Schmieds Kritik klinge nach „bemühtem Theaterdonner“. Die ÖVP beharrt auf der Mitbestimmung aller Betroffenen, wie ÖVP-Bildungssprecher Fritz Neugebauer noch mal bekräftigte. Wenn in der Modellregion noch Regelschulen vorhanden sind, kann sich Hahn allerdings vorstellen, dass nur alle vier Jahre und nicht – wie bisher gefordert – jedes Jahr über die Fortsetzung des Schulversuches von Lehrern, Eltern und Schülern abgestimmt wird.

Schmied hält dem entgegen, dass durch bestehende Schulformen nur Modellklassen, aber eben keine Modellregion möglich sei.

Terminmarathon
ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon forderte Schmied auf, am Verhandlungstisch Platz zu nehmen: „Minister Hahn sitzt schon dort.“ Die Ministerin betonte hingegen, dass es längst weitere Verhandlungstermine bis Mittwoch gebe.

Hahn betonte gestern, er könne nicht einschätzen, ob es tatsächlich noch eine Einigung in der Frage der Neuen Schule geben könne, allerdings: An ihm solle es nicht scheitern.

Diesen Artikel teilen:

Postings (0)

Postings ausblenden

Posten Sie Ihre Meinung

Anzeigen

Werbung

Live auf oe24.TV 1 / 8

Top Gelesen 1 / 10

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen