80 € für "Sieg Heil"

Skinheads belasten in Aussagen ORF

Vorab: Zumindest einer der „ORF-Nazi-Statisten“, wie sie HC Strache nennt, kann sich erinnern, dass sein Kumpel Kevin für die Sendung "Am Schauplatz" angesichts des leibhaftigen HC „Sieg Heil“ schrie – und dafür von ORF-Mann Ed Moschitz 80 Euro Prämie ausgesetzt worden waren.

ÖSTERREICH liegt das Protokoll der Polizei-Einvernahme der Skinheads vor.

Erstaunlich: Während sie am ORF-Tonband, im Bierdunst und kaum des Lesens mächtig, nicht einmal „Heinz-Christian“ richtig lesen konnten (und „Sieg Heil“ auch nicht auftaucht), klangen sie im Verhör durch NÖ-Verfassungsschützer regelrecht hochtrainiert – so perfekt stimmen ihre Aussagen überein. Es wird am Staatsanwalt und später wohl an einem Gericht liegen, die Plausibilität und den Wahrheitsgehalt dieser Aussagen zu bewerten.

ÖSTERREICH gibt die wichtigsten Passagen dieses Dokuments ohne jede Wertung wieder:

Skinhead Sebi sagte aus: „Da Philipp wusste, dass wieder 100 Euro pro Drehtag gezahlt werden, hat er zugesagt.“ – „Wir waren zunächst beim AMS, danach fuhren wir zu einem Shop, der rechte Sachen verkauft. Ed (ORF-Mann Moschitz, Anm.) gab Philipp 50 Euro. Er kaufte sich zwei Leibchen mit rechten Symbolen (…) und eine Fahne mit Adler und Kreuz.“ – „Gegen 18  Uhr traf Strache ein. Zu Kevin sagte Ed: ‚Sag Sieg Heil zu ihm.‘ Kevin schaute zuerst ungläubig, wiederholte noch mal leise ‚Sieg Heil‘. Als Strache dann da war, sagte Kevin ‚Sieg Heil‘. Danach gab es eine Diskussion zwischen Strache und Ed.“

Während sich Philipp nur an „Wirbel“ erinnern kann und enttäuscht war, kein Autogramm von Strache auf seine Jacke bekommen zu haben, wird Skinhead Kevin in seiner Aussage wieder konkreter: „Als Strache am Weg zu uns war, sagte Ed: ,Jetzt könnt ihr sagen, was ihr über ihn denkt!‘ (…) Daraufhin sagte ich ,Sieg Heil‘ in die Kamera. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Strache ganz in unserer Nähe und war somit mit uns im Bild. Strache hatte meinen Ruf offenbar gehört und wandte sich gleich an Ed mit dem Vorwurf, dass dieser ein Neonazi sei. (…) Wir gingen dann mit Ed in ein nahe liegendes Lokal und tranken ein Bier.“

„Ed war aufgeregt und sagte zu uns, dass wir ihn schützen (…) sollen. Er bot uns dafür einen dementsprechenden Preis. (…) 130 Euro zahlte er für meinen Sieg-Heil-Ruf.“

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