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Wortlaut: "Neo-Nazismus existiert nicht wirklich"
Das sagte Strache der israelischen Zeitung Haaretz:
Strache über den Anschluss: „Es passierte 1938 und wir
sahen etwas Ähnliches während der Entwicklung der EU.“
... über NeoNazis: „Eine Art Geist, der es manchmal in die
Schlagzeilen schafft, aber nicht wirklich existiert.“
... über Einwanderung: „Wir müssen uns überlegen die
Einwanderung aus Ländern außerhalb von Europa ganz zu stoppen.“
... über die Rehabilitierung von Wehrmachtsdeserteuren: „Die
Wehrmacht hat Verbrechen begangen wie jede andere Armee und die
Deserteure sollen behandelt werden wie Deserteure in jeder anderen
Armee.“
... über 'Österreich als Opfer des NS-Regimes': „Ich
will die Opferfrage nicht klären, es ist keine Frage sondern ein
Faktum, dass es ein kriminelles Establishment gab, das den Menschen
das totalitäre System aufgedrängt hat. Es ist sehr wichtig, dass die
Familien nicht verantwortlich waren und es deswegen keine kollektive
Schuld geben kann.“ Haaretz dazu: In anderen Worten, laut Strache war
es eine Bande von Kriminellen, die Österreich übernahmen und die
Österreicher zu Verbrechen zwang. Er ignoriert, dass 700.000
Österreicher Mitglied in der Nazi-Partei waren.
... über seinen Mentor Jörg Haider: Haaretz: Strache
will sich nicht mit Haider vergleichen. „Das ist, weil wir nicht über
das Erbe eines Individuums reden, aber über das Erbe der liberalen
Philosophie, über die ich die Verantwortung akzeptiert habe.“
... über den Unterschied zu Haider: „Wir haben
verschiedene Ansichten. Ich benutze das Wort ‚Ausländer’ nicht. Ich
bin nicht gegen Menschen, die aus verschiedenen kulturellen
Hintergründen kommen.“ Haaretz: Ein verwirrender Satz, denn später
sagt er: „Die EU ist eine westliche christliche Einheit. Wir müssen
achten, dass es keinen Schaden durch falsche islamische Migration
geben wird. Die Türkei wird nie ein Mitglied der EU sein, das würde
den Frieden in der EU gefährden.“
... über Haiders Sexualleben: Haaretz: Strache versteckt
seine Verachtung für Haiders Homosexualität nicht. Sein reaktionärer
Konservativismus wird deutlich, wenn er über die „Bewahrung der
katholischen Tradition und der Familienwerte“ spricht. „Für mich
existiert eine Familie nur, wenn ein Mann und eine Frau Kinder
bekommen. Das ist die Basis der gesellschaftlichen Zukunft und
deswegen bin ich gegen andere sexuelle Partnerschaften.“
... über Einwanderer: „Wir respektieren jede Person, egal
aus welchem Land oder welcher Kultur.“ Aber im selben Atemzug
protestiert er gegen, „das Phänomen, dass viele Leute nach Österreich
kommen, nicht um zu arbeiten, aber um unser Sozialsystem auszunutzen.“
Haaretz: Um das zu verhindern, will er zwei Sozialhilfe-Systeme
kreieren, eines für Inländer, eines für Ausländer.
... Über politische Gegner: „Wenn ich meine Rivalen
anschaue, sehe ich, ich bin der jüngste Parteichef, aber auch der mit
der längsten Erfahrung als politischer Chef. Wenn meine Konkurrenten
abtreten, bin ich noch aktiv.“
... Über Österreichs Kanzler: „In der Zukunft:
Heinz-Christian Strache.“
... Über Strache: „Person mit großem Herzen, sehr offen zu
allen, und der die Welt verbessern will. Er ist die Zukunft.“
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