Streit um Frühpensionierungen der Stadt Wien

SPÖ-ÖVP-Hick-Hack

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Streit um Frühpensionierungen der Stadt Wien

Zwischen der ÖVP und SPÖ ist jetzt um die Zahl der Frühpensionierungen der Stadt Wien ein heftiger Streit entbrannt: Im Vorjahr seien zwei Drittel aller städtischen Beamten vorzeitig in den Ruhestand gegangen, bedauerte VP-Gemeinderat Wolfgang Ulm am Montag in einer Pressekonferenz. Heuer verstärke sich dieser Trend sogar noch. Daraus könne man nur schließen, dass die Arbeit bei der Gemeinde Wien krank mache. Dies wies SP-Gemeinderat Franz Ekkamp umgehend zurück.

Mobbing und schlechtes Management
Für Ulm liegen die Gründe dagegen auf der Hand: "Offensichtlich sind die Arbeitsbedingungen schlecht, das Arbeitsklima ein raues und auch der Bereich Mobbing dürfte zunehmend eine wichtige Rolle spielen. Zudem ist das Personalmanagement der Stadt Wien schlichtweg katastrophal."

57 - das Durchschnittspensionsalter
Weder im Bund noch in anderen Bundesländern sei die Situation so dramatisch, weshalb eine arbeitsmedizinische Gesundheitsoffensive in Wien vonnöten sei - besonders im Hinblick auf das psychische Wohlbefinden. Ein Durchschnittspensionsalter von 57 koste die Stadt sehr viel Geld, berge aber auch immer menschliche Dramen.

Für SP-Ekkamp stellen Ulms Aussagen dagegen einen durchsichtigen Versuch dar, aus politischen Gründen die Stadt Wien als Arbeitgeber schlechtzureden. Deren Mitarbeiter seien in verschiedensten Berufsfeldern tätig, die bisweilen auch durch körperliche Schwerstarbeit gezeichnet seien. Dass sich hierbei auch medizinische Indikationen für eine Frühpensionierung ergeben könnten, sei auch für Laien einsichtig.

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