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Aufregung

Türkis-Blau kippt Rauchverbot

Wird Österreich bald zum größten Raucher-Paradies Europas? Während die Koalitionsverhandlungen zwischen Türkis und Blau derzeit noch auf Hochtouren laufen, scheint man sich zumindest beim Rauchen schon weitgehend einig. ÖSTERREICH-Recherchen zeigen: Der von der FPÖ seit Jahren geforderten Abkehr vom für Mai 2018 geplanten absoluten Rauchverbot in österreichischen Gasthäusern und Lokalen könnten auch die Türkisen nun zustimmen. Der Plan: die derzeitige Regelung (u. a. räumliche Trennung zwischen Raucher- und Nichtraucher-Räumen, mindestens die Hälfte aller Plätze muss im Nicht-Raucherbereich liegen) einfach beibehalten. Österreich hätte damit eines der laschesten Rauchergesetze in der EU.

Top-Mediziner: »Massive Bedrohung für Gesundheit«

Kein Wunder, dass Kritiker dagegen Sturm laufen. Noch-Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) erklärt gegenüber ÖSTERREICH: „Ein Zickzackkurs der ÖVP wäre ein massiver gesundheitspolitischer Rückschritt“ (siehe rechts).

Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe, warnt: „Eine Aufweichung des Nichtraucherschutzes ist nicht nur ein Rückschritt, sondern vor allem eine massive Bedrohung der Gesundheit der österreichischen Bevölkerung.“

Sabine Oberhauser hatte 2015 Gesetz durchgeboxt

Noch im Wahlkampf hatte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache immer wieder, auch in ÖSTERREICH-Interviews, erklärt: Eine Koalition mit den Blauen wird es nur geben, wenn das von Sabine Oberhauser 2015 kurz vor ihrem Tod durchgesetzte Rauchverbot fällt.

Österreichweit sterben laut Studien jedes Jahr bis zu 14.000 Menschen an den Folgen des Rauchens.

Promi-Anwalt Manfred Ainedter: »Warum muss man uns bevormunden?«

„Ich kann nur hoffen, dass man diesen Schritt zum generellen Rauchverbot rückgängig macht. Es ist nicht einzusehen, dass der Mensch ein legales Genussmittel konsumieren darf, aber nicht in der Gastronomie, wenn dem Nichtraucherschutz Genüge getan ist . Warum man hier wieder eine Bevormundung der Menschen vornehmen muss, hat sich mir nie erschlossen. Es wird ein enormer Schaden für die Gastronomie sein, es wird vor allem enorme neue

Probleme aufwerfen: Die Leute werden alle auf der Straße stehen. Ich hoffe, man lässt uns Raucher in Ruhe“, so Manfred ­Ainedter auf oe24.TV.

Gesundheitsministerin: »Massiver politischer Rückschritt«

„Österreich war beim Nichtraucherschutz europaweit lange Schlusslicht“, erklärt SPÖ-Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner. „Die rauchfreie Gastronomie in Österreich, die von der ÖVP und Sebastian Kurz mitbeschlossen wurde, ist aus gesundheitspolitischer Sicht ein Erfolg: eine faire Lösung für Wirte, rauchfreie Arbeitsplätze für Angestellte und gesundheit­licher Schutz für Gäste – vor allem für Kinder und Jugend­liche. Ein Zickzackkurs der ÖVP wäre ein massiver gesundheitspolitischer Rückschritt“, sagt Rendi-Wagner gegenüber ÖSTERREICH.

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