Umweltreferentin Rössler verteidigt Test

Tempo 80

Umweltreferentin Rössler verteidigt Test

In einer Aussendung nahm am Mittwochnachmittag Salzburgs Umweltreferentin LHStv. Astrid Rössler (Grüne) zu einigen Argumenten der Tempo-80-Gegner Stellung. Dass bei einzelnen Messstellen in Autobahnnähe bei Stickstoffdioxid die Grenzwerte nicht erreicht werden, sei auf meteorologische und standortspezifische Gegebenheiten - etwa starke Windströmungen in Salzach-Nähe - zurückzuführen.

"Am Plainwiesenweg, wo häufiger Westwind herrscht und wo der Passivsammler tiefer als die Autobahn gelegen ist, treten geringere Schadstoffkonzentrationen auf. Am Eichpointweg südlich der Autobahn gibt es dagegen sehr hohe Überschreitungen", so die Umweltreferentin.

Außerdem erfolge die Berechnung der Schadstoff-Ausbreitung nicht auf Basis der von ÖVP-Gemeinderatskandidat Peter Harlander ins Spiel gebrachten Messungen der Passivsammler (Geräte, die vor allem im Straßenverkehr Informationen über den Gehalt von Schadstoffen in der Außenluft liefern, Anm.), sondern auf Grundlage des Emissionskatasters. Die Messstellen seien zur Überprüfung der Ausbreitungskarten. Rechtsgrundlage für eine Verordnung seien daher nicht die Werte der Passivsammler.

Zum Einwand der Tempo-80-Gegner, dass durch den technischen Fortschritt die Stockstoffdioxid-Belastungen von alleine zurückgehen würden, sagte Rössler: Diese Immissionen würden durch die Verpflichtung für Euro-6-Norm-Fahrzeuge ab dem Jahr 2015 langsam abnehmen. "Es wird aber erwartet, dass erst ab 2018 bis 2020 so viele derartige Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind, dass die Belastung mit NO2 im Bereich des Grenzwertes liegt. Bis dahin sind jedenfalls Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung notwendig. Inwieweit der technische Fortschritt durch die stetige Verkehrszunahme abgeschwächt wird bleibt noch abzuwarten."

Der Handlungsbedarf beim Gesundheitsschutz der Bevölkerung bleibt für Rössler unbestritten, die Ausbreitungskarten würden eindeutig starke Überschreitungen der Stickstoffdioxid-Grenzwerte zeigen. "Die Messstellen der Landesregierung entsprechen den europarechtlichen Vorgaben und belegen eindeutig, dass es zu Grenzwertüberschreitungen kommt. Darauf begründet sich auch der Handlungsbedarf."

Zum Einwand, dass die Belastung durch den Stop-and-go-Verkehr wesentlich höher sei als durch den Fließverkehr auf der Autobahn, sagte sie: "Nicht nur am Autobahnabschnitt im Norden der Stadt gibt es Handlungsbedarf, sondern natürlich auch in vielen verkehrsbelasteten Bereichen in anderen Stadtteilen. Tempo 80 ist nur ein Teil eines Maßnahmenpaketes, dazu gehören auch viele Umwelt-und Klimamaßnahmen, die vom Land gefördert werden und gerade auch in der Stadt Verbesserungen bringen." Als Beispiele nannte sie die Jahreskarte für den öffentlichen Verkehr oder die Förderung thermischer Solaranlagen." Die von Klimamaßnahmen, die vom Land gefördert werden und gerade auch in der Stadt Verbesserungen bringen." Als Beispiele nannte sie die Jahreskarte für den öffentlichen Verkehr oder die Förderung thermischer Solaranlagen." Die von Harlander auf seiner Homepage gestellten Frage werde sie in Ruhe beantworten.

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