Panik führte zu Ertrinken

15 Flüchtlinge vor italienischer Küste gestorben

Bei der Überfahrt über das Mittelmeer sind am Montag 15 Flüchtlinge ums Leben gekommen. Mehr als 2.700 weitere Bootsinsassen seien bei mehreren Einsätzen in der Straße von Sizilien aus Seenot gerettet worden, teilte die italienische Küstenwache mit. Einige der Opfer ertranken nach Angaben von Hilfsorganisationen, als sie bei der Ankunft eines Rettungsbootes in Panik gerieten.

Sieben Leichen wurden von Patrouillenbooten der italienischen Marine in der Meerenge aus dem Wasser geborgen. Das achte Opfer wurde nach Angaben der Küstenwache an Bord eines Bootes entdeckt. Bei den 23 Einsätzen, an denen sich mehrere Schiffe beteiligten, seien insgesamt mehr als 2.700 Menschen gerettet worden. Die Flüchtlinge befanden sich demnach auf 19 Schlauchbooten und vier kleinen Schiffen.

Panik ausgebrochen

Die in Malta ansässige Hilfsorganisation Moas und das italienische Rote Kreuz kamen nach eigenen Angaben einem völlig überfüllten Schlauchboot zu Hilfe. Plötzlich sei Panik unter den Bootsinsassen ausgebrochen. "Sie sprangen ins Wasser, um so schnell wie möglich auf das Boot von Moas zu gelangen", erklärte die Hilfsorganisation.

Mitglieder der Crew seien ins Wasser gesprungen, um die Flüchtlinge zu retten. 134 konnten demnach in Sicherheit gebracht werden, für fünf Frauen und zwei Männer kam jede Hilfe zu spät.

Die italienische Marine ist mit mehreren Schiffen vor der libyschen Küste im Einsatz, um gegen Schlepper zu kämpfen und Flüchtlingen in Seenot zu Hilfe zu kommen. Ende August kamen besonders viele Flüchtlinge nach Italien. So wurden binnen fünf Tagen rund 14.000 Menschen aus Seenot gerettet. Zwischen dem 1. Jänner und dem 1. September gelangten laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR 117.590 Flüchtlinge über das Mittelmeer an die Küsten Italiens.

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